Anzeige liegt der Staatsanwaltschaft vor

Chiemsee-Porno: Die Darsteller sind der Polizei bekannt

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Ein Screenshot aus dem Video.

Prien/Chiemsee - Der Porno-Dreh auf dem Chiemsee hat Folgen für die Erotik-Darsteller. Die Polizei wird nun juristische Schritte in die Wege leiten.

UPDATE, Donnerstag, 11 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Durch die Berichterstattung in den Medien wurde die Polizei in Prien a. Chiemsee auf einen Vorfall im August 2015 aufmerksam, bei dem vier Personen in einem Elektroboot auf dem Chiemsee unterwegs  waren, sexuelle Handlungen vornahmen und sich dabei filmten. Der Videoclip wurde in der Folge auf einschlägigen Seiten im Internet veröffentlicht. Bei der Polizei hatte es nach den Aufnahmen im Sommer keine Meldungen oder Anzeigen von Bürgern wegen des Vorfalls gegeben.

Mit den nun vorliegenden Informationen, wird die Polizei in Prien a. Chiemsee von Amts wegen eine entsprechende Anzeige der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Entscheidung vorlegen. Die verantwortlichen Personen sind soweit nötig bekannt. Derartige Handlungen können, je nach den Umständen, den Tatbestand einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit erfüllen.

Erstmeldung am Mittwoch, 18 Uhr:

Das bayerische Meer musste für einen Schmuddel-Dreh herhalten. Diese Meldung sorgte am Dienstag für viel Aufsehen. Denn seit einigen Wochen gibt es einen zwölfeinhalbminütigen Pfui-Clip auf einschlägigen Portalen zum kostenpflichtigen Download. Zu sehen ist, wie sich je gleich zwei Frauen und Männer in ein kleines Boot quetschen und darin das volle Sexual-Programm abspulen.

Eine Darstellerin, die sich RedMery nennt, verkündet dazu in der Online-Beschreibung: So haben wir es richtig schön versaut zu viert auf dem Chiemsee getrieben, während schön die Dampfer mit den alten Omas vorbei gefahren sind." Tatsächlich ist bei Minute 3:20 zu sehen, wie die "MS Edeltraud" vorbeifährt, ein Prunkstück aus der Chiemsee-Schifffahrt-Flotte mit Platz für 1007 Personen. Wie viele das Treiben neben dem Dampfer wohl mitbekommen haben?

Folgt auf das Sexspiel ein bitteres Nachspiel?

Wie der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Prien, Stefan Jaworek, gegenüber chiemgau24.de mitteilte, habe die Polizei von dem Pornodreh erst am Mittwoch durch Medienberichte erfahren und demnach auch bisher noch keine Ermittlungen angestellt.

Am Donnerstag habe sich bei der Polizei jedoch ein Bürger über die Dreharbeiten beschwert. Jetzt müsse man mit der Staatsanwaltschaft prüfen, ob bei dem Pornodreh eine strafbare Handlung vorliege, so Jaworek weiter.

Folgt auf das Vorspiel im Boot also noch ein bitteres Nachspiel? 

sse/Pressemeldung Polizeiinspektion Prien

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