Prien bekommt zweite Kinderkrippe

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Prien - Nach der Krippe im "Haus für Kinder - Marquette" bekommt die Marktgemeinde ab September eine zweite Betreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren.

Die Krippe im Waldorfkindergarten ist allerdings schon im Vorfeld ausgebucht.

Der Marktgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmmig den beantragten Bedarf anerkannt. Dieser Beschluss ist Grundlage für die Zuschüsse des Marktes Prien, die sich im ersten Betriebsjahr laut Germana Beer vom Ordnungsamt auf zirka 19.000, im zweiten auf 22.000 bis 23.000 Euro belaufen werden. Dieser Beitrag der Kommune ist neben einem Zuschuss des Landkreises und den Beiträgen der Eltern eine von drei Säulen der Finanzierung.

Die zehn genehmigten Vollzeitplätze reichen nach Angaben der Kindergartenleiterin Theresia Christian-Rieser aus, um 15 der angemeldeten Kinder im gewünschten Umfang betreuen zu können. Viele werden nur stundenweise oder an bestimmten Tagen die Krippe besuchen, sodass gleichzeitig nie mehr als zehn Mädchen und Buben betreut werden müssen.

Der Betrieb in den vorhandenen Räumen im Waldorfkindergarten ist in Abstimmung zwischen Trägerverein, Gemeinde und Landkreis zunächst auf zwei Jahre befristet, denn bis dahin sollen langfristig angelegte Pläne für einen dauerhaften Betrieb Gestalt annehmen und möglichst realisiert werden. Ab 2013 ist die Gemeinde dann auch gesetzlich verpflichtet, bauliche Maßnahmen für Krippen zu bezuschussen.

Für die Krippe wird ein Mehrzweckraum freigeräumt und eine Kammer zum Wickelraum umgebaut. Toiletten sind bereits vorhanden. Auch das benötigte Personal steht "Gewehr bei Fuß". Das Kindergartenteam soll um drei auf elf Personen anwachsen. Dazu kommen Christian-Rieser zufolge einen hauptamtliche Erzieherin und zwei pädagogische Fachkräfte.

Durch einen Vetrag ist sichergestellt, dass Priener Kinder bevorzugt in der Krippe aufgenommen werden, betonte Bürgermeister Jürgen Seifert. Nur, wenn noch Plätze frei sind, sollen Mädchen und Buben aus anderen Gemeinden berücksichtigt werden.

Dass der Bedarf an Krippenplätzen in Prien stetig steigt, belegte auch eine Anmerkung von Anton Schlosser (CSU). Aus dessen familiärem Umfeld muss ein Kind jeden Tag nach Frasdorf in eine Krippe gebracht werden, weil in Prien kein Platz zu bekommen war.

db/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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