Rathaus gibt grünes Licht für Hagebaumarkt-Ausbau

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Prien - Der Hagebaumarkt wächst. Dort, wo jetzt im Freien Gartenhäuschen ausgestellt sind, will die GmbH ein etwa 770 Quadratmeter großes Lager schaffen.

Aus dem Rathaus kommt grünes Licht: Einstimmig hat der Bauausschuss des Marktgemeinderates den Bauantrag befürwortet. Der Bauwerber will im Westen des Marktes, der am südlichen Ortsausgang an der Straße "Am Reitbach" liegt, ein Baustoffabhollager mit Regalen errichten. Er plant, von den 770 Quadratmetern knapp 300 zu überdachen.

Der Ausschuss stimmte zu - mit einer Auflage. Auf Vorschlag von Michael Anner (CSU) beschloss das Gremium, dass das Gelände im Westen in Abgrenzung zum Wanderweg nach Urschalling mit einer Hecke begrünt werden muss.

Zurückgestellt hat der Ausschuss den Antrag der Eigentümer eines Wohn- und Geschäftshauses an der Hochriesstraße, in der Tiefgarage die zehn doppelten, übereinander angeordneten Stellplätze - ein Lift hilft jeweils die Ebenen zu wechseln - in fünf einfache umzuwandeln. Diese "Duplexstellplätze" seien für die Autos, die in den vergangenen 15 Jahren immer größer geworden seien, zu klein, so die Eigentümergemeinschaft in ihrem Schreiben an das Rathaus. Die Tiefgarage werde zurzeit "kaum genutzt".

Die Eigentümer des Hauses erfüllten bislang die Auflage der Behörde und wiesen 15 Parkplätze nach - zehn in der Tiefgarage und fünf oberirdisch. Sollten fünf wegfallen, müssten die Eigentümer, so der Tenor im Ausschuss, Ablöse bezahlen. Hans Bauer von der Bauverwaltung erläuterte, dass die Marktgemeinde 7500 Euro für die Ablöse eines Stellplatzes verlange.

Der Ausschuss kritisierte, dass sich die Zahl der Stellplätze verringert. "Aus zehn Stellplätzen in der Tiefgarage werden fünf", sagte Bürgermeister Jürgen Seifert. Michael Schlosser (ÜWG) ergänzte, dass an der Hochriesstraße ohnehin schon ein Parkplatzmangel bestehe. Die Eigentümergemeinschaft sollte die fünf Stellflächen, die sie in der Tiefgarage streichen will, oberirdisch auf ihrem Grundstück schaffen - was nach Ansicht von Bauer aber "sehr schwer ist". Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, Ortseinsicht zu nehmen.

Einer ganzen Reihe von Bauvorhaben hat der Ausschuss zugestimmt - unter anderem auch einem Antrag, in Prien an der Harrasser Straße ein Wohnhaus abzureißen und dann einen Ersatzbau mit Werkstätte und Lager zu errichten. Vorgesehen ist ein 8,2 Meter breiter und 19,4 Meter langer zweigeschossiger Baukörper. Aufgrund der Hanglage wird das Kellergeschoss auf der Seite Richtung See sichtbar sein. Geplant seien "relativ große Dachüberstände", so Bauer.

Einstimmig grünes Licht gegeben hat das Gremium unter anderem auch einem Vorhaben in Prutdorf an der Ludwigstraße. Der Bauwerber will einen Stall in der Mitte abbrechen und durch drei Wohnungen ersetzen. Seine Zustimmung in Aussicht gestellt hat der Ausschuss ferner auch zwei Projekten in Prien: dem Neubau eines Hauses mit drei Wohnungen, zwei Garagen und drei Stellplätzen am Eschenweg sowie - mit der Mehrheit der Stimmen - dem Abbruch eines Gebäudes und Neubau eines Einfamilienhauses an der Schützenstraße.

Erneut abgelehnt hat der Ausschuss den Bau von zwei Einfamilienhäusern in Siggenham auf einer Wiese neben der Straße von Prien nach Frasdorf. Seit rund zehn Jahren bestehen dort Bauwünsche. Doch nach wie vor besteht keine Hoffnung, dass sie in Erfüllung gehen. Der Bauausschuss hat die Anfragen zurückgewiesen. Die Vorhaben liegen, so die Begründung, im Landschaftsschutzgebiet Priental.

Auf keine offenen Ohren im Rathaus stieß ferner ein Bauwerber, der in Westernach an der Anni-Leibl-Straße zwei Lager abreißen und durch ein Haus mit zwei Wohnngen ersetzen will. Die rechtlichen Voraussetzungen, den Bau im Geltungsbereich der Chiemsee-Schutzverordnung zu genehmigen, seien, so der Ausschuss nicht gegeben. mt/pü

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