Stöttner appelliert an Zusammenhalt

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Prien - Im vergangenen Jahr hat die CSU Prien einen Mitgliederrückgang hinnehmen müssen. Das wurde in der Jahresversammlung des Ortsverbands deutlich.

Deshalb forderte Vorsitzender Andreas Becker unter anderem eine klarere Profilierung der Christsozialen auch auf Landesebene. Andererseits gibt es viele Priener, die seit vielen Jahren dem Ortsverband die Treue halten. 42 Namen standen auf der Liste des Vorsitzenden.

Der CSU-Kreisvorsitzende, MdL Klaus Stöttner, gab die Parole aus, zusammenzuhalten, "damit die Menschen in Prien spüren, dass für uns der Ort wichtig ist". Was passiere, "wenn wir dies nicht tun, haben wir 2008 erlebt", sagte Stöttner mit Blick auf die Kommunalwahl vor vier Jahren, bei der die Christsozialen das Amt des Bürgermeisters nicht mehr besetzen konnten. Prien sei aus Sicht der CSU einer der wichtigsten Standorte im Landkreis Rosenheim.

Der Kreisvorsitzende versprach, den Verband derart zu unterstützen, "dass was vorwärts geht in Prien". Es sei wichtig, dass Einigkeit im Gemeinderat herrsche, machte Stöttner deutlich. "Die Menschen da draußen spüren, ob es euch nur um Positionen geht oder um Themen." Sein Appell: "Mehr Demut, mehr der Sache dienen."

Für den Ortsverband blickte Becker "auf ein rühriges Jahr zurück". Unter anderem verwies er auf die Fortsetzung der "Priener Gespräche", Gründung des Arbeitskreises "Energie" und eine "Rama dama"-Aktion auf Spielplätzen. Auf Vorstandsebene sei bereits über mögliche Gemeinderatskandidaten für die Kommunalwahlen 2014 diskutiert worden.

Bei Sichtung der Beitragseingänge sei heuer deutlich geworden, dass die Zahl der Mitglieder um 15 auf rund 200 zurückgegangen sei, so Becker. Das sei nicht nur ein Problem auf kommunaler Ebene. Vor diesem Hintergrund forderte er eine klarere Profilierung der Christsozialen auf Landesebene.

Nicht hinnehmbar sei die Häme nur weniger Bürger, mit der sie in Internet-Foren und Zeitungs-Leserbriefen wie schon beim Thema rund um das Heizkraftwerk immer wieder auf Gemeinderäte schimpften. "Einige Ratsmitglieder haben bereits signalisiert, dass sie für die nächste Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen wollen." Er erwarte, dass das Engagement des Gemeinderats - und nicht nur das der CSU-Fraktion - honoriert werde, so der Vorsitzende. Bis zu den Kommunalwahlen 2014 solle die gute Arbeit der CSU-Räte weiterhin in der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden.

Becker: "Der Mann aus Franken im Amt des Ersten Bürgermeisters ist kein Unglück für die Gemeinde - aber wir brauchen keinen Verwalter, sondern einen Gestalter. Wir können es besser - Prien verdient es."

Ein klares Bekenntnis für seine Motivation zur politischen Arbeit im Marktgemeinderat gab Michael Anner junior ab. Es gebe zwei Möglichkeiten: Auf stur zu schalten bei allen Themen oder konstruktiv mitzuarbeiten. "Ich bin in der CSU, weil ich für Prien mit einer guten CSU-Mannschaft konstruktive, aber durchaus kritische Arbeit abliefern möchte, die unseren Ort weiter voran bringt."

Die CSU-Fraktion habe durch ihr Wirken im Marktgemeinderat schon einige Beschlussvorlagen positiv beeinflusst. "Da wir nicht die Mehrheit im Gemeinderat haben, sind wir immer auf Unterstützung anderer Fraktionen angewiesen." Durch sachlich gute Argumentation sei dies oft geglückt.

In diesem Zusammenhang verwies Anner auf die Themenschwerpunkte, die das Ratsgremium aus den Abschlussberichten der Arbeitsgruppe Ortsentwicklung und der Bürgerwerkstatt Verkehr aufgegriffen hatte und verwirklichen will mit entsprechenden Starterprojekten.

In der April-Sitzung des Marktgemeinderats werde die Jahresrechnung des Haushalts 2011 präsentiert. Anner: "Wir hoffen, dass Gelder übrig bleiben, um weitere Investitionen, die wir noch nicht in den Haushalt 2012 stellen konnten, anzupacken." Hier nannte er unter anderem fällige Straßensanierungen, ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr und die Erneuerung des Kunstrasens im Sportpark.

Sorgen bereite die stagnierende Entwicklung bei der Zusammenführung der beiden Tourismusverbände Chiemgau und Chiemsee Alpenland, so der Fraktionsvorsitzende weiter. Für die CSU sei ein gemeinsamer Verband rund um den Chiemsee eminent wichtig.

Geehrt für 45 Jahre bei den Christsozialen wurde Peter-Wolfgang Brieger, für 40-jährige Treue zur CSU wurden in der gut besuchten Versammlung im "Alpenblick" Irmingard Feßler, Lothar Rechberger, Nikolaus Obermüller, Helmut Eberl, Ingrid Feßler und Ina Beyer. Ihre Urkunden für 35 Jahre Mitgliedschaft erhielten Josef Stöttner und Sebastian Weyerer; für 30 Jahre 18 sowie für 25 Jahre zwei weitere Mitglieder.

ul/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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