Queranleger brauchen zu viel Platz

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Die Übergangsbrücken zwischen den einzelnen Schwimmstegteilen wurden schon installiert. Aus Platzgründen legt die Gemeinde Chiemsee wert darauf, dass die Boote nicht längsseitig anlegen.

Fraueninsel - Die neue öffentliche Schwimmsteganlage der Gemeinde Chiemsee am Westufer der Fraueninsel wird von Besuchern des Eilands mit ihren Booten schon gerne als Anlegestelle benutzt.

Es sind allerdings noch Restarbeiten zu erledigen. Die Anlage wird demnächst gebührenpflichtig sein.

In zwei kurz hintereinander folgenden Sitzungen hat sich der Gemeindrat mit den Gebühren beschäftigt und einen Nutzungsvertrag mit dem Wassersportverein Fraueninsel genehmigt. Der WVF nutzt die Anlage mit.

Inzwischen seien drei eigens noch angefertigte Übergangsbrücken zwischen den einzelnen schwimmenden Stegteilen angebracht und die Anlage bis auf Restarbeiten fertiggestellt, erklärte Bürgermeister Georg Huber.

Er bemängelte nach ersten Beobachtungen, dass manche ihre Boote längsseitig am Steg festmachen und dadurch viel Platz in Anspruch nehmen würden. Um die fast 50 Plätze auch zur Verfügung stellen zu können, sei es unbedingt erforderlich, dass die Boote mit dem Bug (Bootsspitze) zum Steg und durch das zusätzliche Setzen des Heckankers festgemacht werden, betonte Huber.

In der vom Gremium jetzt genehmigten Anlagenordnung sind die vorgesehenen Nutzungen festgeschrieben: neben der Anlegemöglichkeit für Tagesbesucher auch als Anlandeplatz für Rettungs-und Einsatzkräfte sowie für den Segelsport.

In der Diskussio nwar von einer Benutzungsgebühr für Besucher von zwei Euro dieRede. Allerdings ist der Parkscheinautomat an der Ufermole noch nicht aufgestellt. Die Gemeinde hat aber schon Angebote dafür eingeholt.

Wenn der Automat steht und funktioniert, muss bei einer Kontrolle ein gültiger Beleg vorgezeigt werden. Ist das nicht möglich, werde für das jeweilige Boot beziehungsweise den Bootsführer ein Benutzungsverbot ausgesprochen.

Auf die Frage aus dem Gremium, wer die Kontrollen vornehmen soll, war Huber der Meinung, dass dies in erster Linie eine Aufgabe der Bürgermeister und Gemeinderäte sei.

In einer Sondersitzung des Rates im Klubheim wurde der Entwurf eines Vertrages mit dem WVF über die Nutzung der neuen Steganlage sowohl vom Gremium als auch von der Vorstandschaft des Vereins mit Vorsitzendem Charly Zipfer an der Spitze genehmigt. Er soll nun auch noch der Rechtsabteilung des bayerischen Gemeindetages zur juristischen Prüfung vorgelegt werden.

Wie wiederholt berichtet, beteiligt sich der Verein an der Finanzierung der Anlage mit einem Darlehen von 100000 Euro.

Dem WVF wird dafür das Recht eingeräumt, zwei Liegeplätze beziehungsweise Anlegestellen des Stegs für die Dauer von 20 Jahren zu nutzen. Ferner erhält der WVF die Berechtigung, die Anlage für alle vom Verein durchgeführten Sportveranstaltungen zu benutzen und zu sperren - mit Ausnahme der Anlegestellen für Einsatzkräfte.

Der Vertrag sieht eine entgeltliche Nutzung vor, die aber mit dem Darlehen abbezahlt beziehungsweise gegengerechnet wird. Das rechnerische Bruttonutzungsentgelt für die zwei Liegeplätze sowie Sondernutzung für Sportveranstaltungen beträgt im Jahr 8627 Euro.

Die Schwimmsteganlage soll auf Wunsch des Gremiums auch noch beleuchtet und dafür jetzt ein Angebot eingeholt werden.

th/Chiemgau Zeitung

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