In rasantem Tempo den Berg hinunter

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Hoch konzentriert und gut geschützt rasten die Piloten über die Piste.

Grabenstätt - Wieder heiß her ging es am Samstag beim neuerlichen Bobby-Car-Rennen auf der Rennpiste am Tüttensee. Tollkühne Renn-Piloten lieferten sich auf den kleinen Flitzern rassige Wettkämpfe.

Die Gefährte waren zum Teil aufgemotzt und tiefergelegt - und so war die Fahrt dann gleichzeitig Herausforderung und Härtetest. Leider gingen weit weniger Hobby-Rennfahrer an den Start als im vergangenen Jahr. Auch die Zuschauerzahl hielt sich in Grenzen. Einen Grund sah Organisator Bernd Küppers von der Wasserwacht Grabenstätt in den vielen Veranstaltungen, die zeitgleich in der Region stattfanden. Zum anderen dürfte auch das unsichere Wetter eine Rolle gespielt haben.

Einige Neuerungen hatte sich die Wasserwacht einfallen lassen. Gestartet wurde von einer Rampe, die gleich für mächtigen Dampf sorgte. Keine Zuckerpartie war die Strecke dank einer eingebauten Schikane. Während die meisten Rennfahrer auf Risiko setzten und waghalsig den Berg runtersausten bevorzugten die anderen eine langsame Runde.

Alle Hände voll zu tun hatten die Rennkommissare um Franz Gimpel, als die Fahrer an den Start gingen. Den Anfang machten die Junioren in der Altersklasse zwischen zwölf und 15 Jahren. Sie mussten sich heuer wie die Erwachsenen einem K.o.-Verfahren unterziehen. Paarweise traten die Rennfahrer gegeneinander an. Das jeweils schnellere Gefährt kam in die nächste Runde.

Die Bilder vom vergangenen Jahr:

Bobby-Car-Rennen

Risikofreudig lenkten die Jugendlichen ihre Fahrzeuge aus Kindertagen, ermuntert durch kräftige Anfeuerungsrufe der Zuschauer, ins Ziel. Die schnellste Zeit fuhr Tobias Ober (46,13 Sekunden) vor Lukas Hafner (46,52), beide aus Grabenstätt, und Sebastian Schübel (46,58) aus Bergen.

In Form einer kräftigen Brotzeit stärkten sich die Rennfahrer, um dann "Clasic-Cup"beim Zeitstopp bestmöglich abzuschneiden. Hier hatte Christian Vordermayer (47,15) vor Hubert Hafner (49,18), beide aus Grabenstätt, und Anna Schwarz (49,57) aus Waging das Glück auf seiner Seite.

Spektakuläre Rennen lieferten sich die Teilnehmer im "Tuning-Cup". Waghalsig und draufgängerisch nahmen sie die Strecke in Höchstgeschwindigkeit. Liegend und in aerodynamischen Positionen holten sie das letzte aus ihren Kleingefährten raus. Mit mehr als 40 Stundenkilometern rasten sie dem Ziel entgegen, um dann per Fuß die Bremse zu ziehen.

Ganz knapp lagen die Ergebnisse beieinander. Zwar fuhr der Vorjahressieger Sebastian Zinn aus Grabenstätt mit 41,62 Sekunden im ersten Durchgang den heißesten Reifen, doch in der Gesamtwertung landete er mit 1:25,6 Minuten auf Platz drei und musste den Platz auf dem Podium Rudi Haumaier aus Übersee mit einer Gesamtzeit von 1:25,2 Minuten räumen. Platz zwei sicherte sich mit 1:25,3 Ernst Ober aus Grabenstätt.

kem/Chiemgau-Zeitung

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