Paukenschlag? Mary Fischer kehrt CSU den Rücken

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Neu bei den Freien Wählern und hoch gehandelt: Sepp Hofer heißt Mary Fischer nach dem Wechsel von der CSU zu den Freien Wählern herzlich Willkommen

Greimharting – Kommt die Idylle jetzt ins Wanken? Die CSU-Gemeinderätin aus Rimsting, Mary Fischer, hat sich gegen die CSU und für die Freien Wähler entschieden. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Sie geht neue Wege und freut sich auf eine Zukunft bei den Freien Wählern: Die 52-Jährige Religionslehrerin Mary Fischer wirkt absolut zufrieden und motiviert. Einen Tag nach der jüngsten Gemeinderatssitzung in Rimsting spricht die Gemeinderätin, die sich seit langer Zeit auch für die Belange der Bürgerinitiative „Chiemgauer Seenplatte gegen Gasbohren“ unter anderem gegen Gasbohrungen, Fracking und weitere bürgernahe Anliegen engagiert, warum es zu dem Austritt aus der CSU kam. „Leider kam mein Engagement und mein Wille, etwas mitzugestalten und mich mit viel Kraft für bürgernahe Anliegen einzusetzen, nicht bei jedem gut an“, so Fischer. Sie habe sich nicht mehr besonders wohlgefühlt in der CSU.

Der Einsatz bei der Bürgerinitiative wurde von den Parteigenossen der CSU unterschiedlich beurteilt. „Wir haben die Situation Umwelt und Trinkwasser in der Region weiter beobachtet und warnen aktuell auch deutlich vor dem Freihandelsabkommen“, so Fischer. Sie sei nicht gegen Handelsabkommen im Allgemeinen, erklärt die 52-Jährige, doch das angedachte Freihandelsabkommen brächte Gefahren für die Umwelt und die Bürger mit sich, zeigt sich das Neumitglied der Freien Wähler überzeugt.

Mary Fischer hat sich unter anderem an der Mahnwache beteiligt, die in Rott vor dem Auftritt von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt Aufmerksamkeit suchte und die Bürgeranliegen an den CSU-Politiker weitergab. „Durch die Bürgerinitiative kommen viele Gleichgesinnte parteiübergreifend ins Gespräch, weil jeder an einem Strang zieht“, so Fischer im Gespräch mit unserer Redaktion. Unter anderem dadurch habe sie gemerkt, dass sie deutlich mehr erreichen könne, und von ihrer bisherigen Parteizughörigkeit eher eingebremst worden war. „Die Art, wie man mit meinem Engagement, das ich gerne geben möchte, umgegangen ist in der CSU, hat mir deutlich gezeigt, dass ich hier falsch bin“, so Fischer auf Nachfrage. Sepp Hofer aus Halfing zeigt sich äußerst angetan davon, dass Mary Fischer zukünftig unter dem Flaggschiff der Freien Wähler Bayern aktiv sein wird. „Ich finde das Engagement von Mary Fischer großartig, hier merkt man sofort, dass sie mit viel guten Gedanken für bürgernahe Anliegen Kraft und Einsatz gibt“, erklärt Hofer gegenüber unserer Redaktion.

Die zukünftige Zusammenarbeit schaffe Synergien, man tausche sich gut aus und hinterfrage gemeinsam zugunsten der Bürger, so Hofer. „Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, das ist wunderbar“, so Hofer. „Es freut mich sehr, dass ich genau an meinem 50. Geburtstag Mary Fischer als Gleichgesinnte präsentieren darf“, zeigt sich Sepp Hofer am Mittwochvormittag glücklich. Fischer sei ein hochkarätiger Glücksfall für die Freuen Wähler und für die Region. Er vermute sogar, dass Mary Fischer auch bei den nächsten Wahlen, sowohl 2017 bei den Bundestagswahlen, als auch 2018 bei den Bezirkstags- und Landtagswahlen, eine Rolle spielen werde. Die Umweltbelange seien bei den Freien Wählern schon immer besonders im Vordergrund gestanden, darum konnte sich Mary Fischer wohl auch so sehr mit den Grundsätzen ihres neuen parteilichen Zeltes identifizieren, was den Wechsel von der CSU zu den Freien Wählern mit Sicherheit nicht schwer gemacht hat.

Mary Fischer ist ab sofort also Gemeinderätin der Freien Wähler in Rimsting, ob sie weiterhin in allen Ausschüssen aktiv mitgestalten könne, sei noch offen. Auch in der Zukunft möchte Mary Fischer die Augen offen halten und die Belange der Umwelt, der Menschen und von Berufswegen wohl auch die Schullandschaft im Blick haben. „Wir können unsere Kraft gemeinsam einsetzen“, heißt es von Fischer und Hofer gleichermaßen. Der erste Schritt, weiter etwas zu bewegen und die gleichen Ziele zu verfolgen, sei mit dem Wechsel zu den Freien Wählern getan, so Fischer. Jetzt habe das Engagement, das sie gerne geben möchte für die vielen wichtigen Bürgeranliegen in der Region, endlich eine Chance. „Ich darf mich jetzt endlich einsetzen und werde das auch tun“, so Fischer abschließend.

Quelle: rosenheim24.de

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