Sanierung hat begonnen

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Der Startschuss ist gefallen: Die Gemeinde Rimsting hat mit der energetischen Sanierung des Kindergartens in Greimharting begonnen.

Rimsting - Als erste Gemeinde im Landkreis hat Rimsting mit der energetischen Sanierung eines Gebäudes aus Mitteln des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung begonnen: Die Bauarbeiten am Kindergarten in Greimharting sind angelaufen.

Der Bund fördert die auf 250.000 Euro geschätzte Sanierung mit 200.000 Euro.

Auf einem Rundgang überzeugten sich die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Raab und Bürgermeister Josef Mayer vom Fortschritt der Sanierung des 1906 gebauten Gebäudes, des Schulhauses der früheren Gemeinde Greimharting.

Die Abgeordnete war voll des Lobes, dass die Kommune es geschafft habe, alle bürokratischen Hürden zu überwinden und so frühzeitig mit der Baumaßnahme zu beginnen. "Rimsting hat dabei eine Vorreiterrolle im Landkreis übernommen", so Raab.

Auch Bürgermeister Mayer freute sich, dass es gelungen sei, mit dem Bau rechtzeitig in den Ferien des zweigruppigen Kindergartens beginnen zu können. Zum 1. September, zum Start ins neue Kindergartenjahr, müsse die Sanierung abgeschlossen sein, so der Rathauschef.

Auf dem Rundgang erläuterte Martin Oberloher, der Bauleiter der Gemeinde, die einzelnen Maßnahmen. So müsse man besonders das marode Dach neu decken und die alten, undichten Fenster auswechseln. Der Austausch der 49 Fenster in den drei Stockwerken koste schätzungsweise 60.000 Euro. Laut Oberloher werden auch die Fassaden erneuert. Sie erhalten seinen Angaben zufolge einen neuen Anstrich, allerdings keine besondere Wärmedämmung.

Mayer ergänzte, dass geplant sei, die bisherige Öl- durch eine Pelletsheizung zu ersetzen. Sie soll dann außer dem Kindergarten auch das Feuerwehrhaus und das Gemeindehaus mit versorgen. Allerdings sei ein Einbau erst für das nächste Jahr geplant.

Wechselvoll ist die Geschichte des über 100 Jahre alten, mit schönen Erkern ausgestatteten Gebäudes. Allen Widrigkeiten zum Trotz - es gab viele Gegner - hatte die damalige Gemeinde Greimharting unter Bürgermeister Georg Kink im Mai 1906 mit dem Bau des Schulhauses begonnen, schreibt Dr. Josef Waibel im Rimstinger Heimatbuch. Bereits im Dezember 1906 konnte das Schulhaus eingeweiht werden. Greimharting hatte dann eine "Sprengelschule" von 1906 bis 1965.

Das Schulhaus kostete 29168 Goldmark, die Lehrmittel und die Einrichtung noch einmal 1042 Goldmark. Die Schuld wurde im Laufe der Jahre aus den Erträgnissen einer Schulhausbauumlage und des Bieraufschlags - seit 1903 60 Pfennig je Hektoliter - getilgt.

Groß war die Freude, als am 18. November 1921 im Schulhaus und der ganzen Gemeinde erstmals das elektrische Licht erstrahlte. Im Jahre 1954 wurde das ganze Schulhaus von Grund auf renoviert.

Im Jahre 1965 verlor Greimharting seine schulische Selbstständigkeit. Das Haus war dann Teil der "Katholischen Volksschule Rimsting/Greimharting". Das Gebäude beherbergte bis zum Bau der neuen Schule in Prien 1970 von ihr ausgelagerte Klassen. Danach wurde das Gebäude an eine Greimhartinger Kachelbaufirma verpachtet. 1996 wurde das Gebäude für einen Kindergarten der Gemeinde Rimsting umgebaut.

Chiemgau-Zeitung/th

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