8. Bedaius Familienfest am Keltengehöft Stöffling

Mit Pfeil und Bogen, Schwert und Lanze

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Die grandiosen Kampfübungen der Ostgoten-Gruppe Swarafulk waren ein Publikumsmagnet beim Bedaius Familienfest am Keltengehöft in Stöffling. Nicht nur die Kämpfer kamen dabei trotz kühler Temperaturen ins Schwitzen.

Seeon-Seebruck - Kelten, Römer, Bajuwaren und Ostgoten trotzen dem kühlen Herbstwetter und begeisterten die Besucher mit Kampfübungen, Pfeilhagel, altem Handwerk und Kulinarik.

Rund 90 Kelten, Römer, Bajuwaren und Ostgoten haben sich am Montag bei herbstlichen Temperaturen am Keltengehöft in Stöffling eingefunden, um mit den Besuchern eine grandiose Zeitreise zu unternehmen. Höhepunkte des 8. Bedaius Familienfests waren die packenden Kampfvorführungen der vor zwei Jahren gegründeten Ostgotengruppe Swarafulk. Als Waffen benutzten die vier wilden Krieger Schwerter und Lanzen. Ein Hingucker war auch ihre Reisekutsche, in der sie später ihre Wunden lecken konnten. „Ohne blaue Flecken geht es nicht, das gehört einfach dazu“, verriet der schweißgebadete Ostgote Georg Ammer nach dem Kampf. „Wir sind stolz darauf, die einzige Ostgotengruppe in Europa zu sein“, freute sich Swarafulk-Chef Maximilian Streibl. Große Zuschauertrauben bildeten sich auch beim Clout-Schießen auf einer nahen Wiese, bei dem mit Pfeil und Bogen und starkem Rückenwind der beste Schütze ermittelt wurde. Der römische Stöffling-Stammgast Manfred Mayer durchbohrte mit einem seiner Pfeile die hölzerne „Ziel-Lanze“ und wurde dafür gefeiert – nur der Lanzenbesitzer sah es mit Grauen. Der letzte Pfeilhagel einer Runde war immer ein besonderes Erlebnis, denn dann kamen die „Heuler-Pfeile“ zum Einsatz.

Die Ostgoten waren aus Dingolfing beziehungsweise Erding angereist, einige römische Legionäre der „2. Rätischen Cohorte“ aus Stuttgart, Augsburg und Regensburg, die Bajuwaren-Familie Baios aus Niederbayern, auch Österreich war vertreten, doch die weiteste Anreise hatte wieder Keltin Claudia Bennich, die extra aus Irland in ihre alte Heimat zurückgekehrt war. Bei ihr konnten Groß und Klein Münzen prägen. Vorgeführt wurden am Festgelände auch alte Handwerkskünste wie das Kettenhemden flechten, Glasperlen drehen, Bernstein schleifen, Salz sieden, Töpfern und Schnitzen sowie das Spinnen, Wolle färben und Weben (Diamantweber). Präsentiert wurde dies von den Keltengruppen „Clan Cuallaidh“, „Touta Nanto En“, „Antumnos“ und „Daru Venia“ und dem Bajuwarenstamm „Nors Farandi“. Auch die anwesenden Händler hatten ordentlich zu tun.

8. Bedaius Familienfest in Seeon-Seebruck

Wer mit seinem neuzeitlichen Schuhwerk unzufrieden war, der ging zum Keltenstamm „Boier“, denn der hatte keltische Schuhmode von vor über 2000 Jahren im Angebot. „In den Salzbergwerken oder auch unter Luftabschluss im Moorboden haben sich keltische Lederschuhe oft sehr gut erhalten, so dass wir diese nun eins zu eins nachbauen können“, erzählte „Kelte“ Michael Fischer. Wer sich beim Pfeil- und Bogenschießen versuchen wollte, der konnte dies unter der fachkundigen bajuwarischen Anleitung von Gerhard Würdinger tun. Für die jüngsten Zeitreisenden gab es zudem ein buntes Kinderprogramm, bei dem Keltenwichtel geschnitzt, Armbänder geflochten sowie Kräuterseife und Lederbeutel hergestellt wurden. Auch das Schilde bemalen kam super an.

Wer mit seinem neuzeitlichen Schuhwerk unzufrieden war, der ging zum Keltenstamm „Boier“, denn der hatte keltische Schuhmode von vor über 2000 Jahren im Angebot. „In den Salzbergwerken oder auch unter Luftabschluss im Moorboden haben sich keltische Lederschuhe oft sehr gut erhalten, so dass wir diese nun eins zu eins nachbauen können“, erzählte „Kelte“ Michael Fischer. Wer sich beim Pfeil- und Bogenschießen versuchen wollte, der konnte dies unter der fachkundigen bajuwarischen Anleitung von Gerhard Würdinger tun. Für die jüngsten Zeitreisenden gab es zudem ein buntes Kinderprogramm, bei dem Keltenwichtel geschnitzt, Armbänder geflochten sowie Kräuterseife und Lederbeutel hergestellt wurden. Auch das Schilde bemalen kam super an.

Schmackhafte Steaks gab es in der Keltenküche des Verkehrsvereins Truchtlaching und auch bei einigen Darstellergruppen konnte man kulinarische Gaumenfreuden erhaschen. Die passenden Klänge verbreitete die Musikgruppe "Coll" aus Österreich. „Trotz des regnerischen Auftakts und der kühlen Temperaturen sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf unseres 8. Bedaius Familienfests“, resümierte Organisator Matthias Ziereis, der als römischer Legionär der Legio II Italica alles im Blick hatte. Veranstalter waren die Tourist-Information Seebruck und der Verkehrsverein Truchtlaching.

Markus Müller

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