Museums- und Römerfest "Vivat Bedaium"

Historisches Fest lockte viele Besucher nach Seeon-Seebruck

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Seeon-Seebruck - Am Sonntag fand das Museums- und Römerfest "Vivat Bedaium" statt. Doch trotz des schlechten Wetters kamen einige Besucher und ließen es sich, bei römischen Essen und historischen Veranstaltungen, gut gehen.

Der alte römische Himmels- und Wettergott Jupiter hatte es am vergangenen Sonntag mit dem beliebten Seebrucker Museums- und Römerfest „Vivat Bedaium“ der Tourist-Info und des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium nicht gerade gut gemeint. Eigentlich wollten die über 20 Legionäre der hiesigen Römergruppe „Legio II Italica“ und der aus Straubing angereisten „2. Raetischen Cohorte“ ihr Lager am Museumsvorplatz im Schatten der Ruinen des keltoromanischen Tempels und spätantiken Kastells aufgeschlagen, doch der Regen vereitelte dies.

Auf die erhoffte Zeitreise mit waschechten Römern und Bajuwaren mussten die gespannten Besucher trotzdem nicht verzichten. Bestaunt werden konnten originalgetreue Kleidung, Ausrüstung und Bewaffnung sowie ein antiker Hausaltar. Darüber hinaus lockten römische Schmankerl. Legionär  Quintus Tiberius Octavius alias Matthias Ziereis kochte mit einem eisernen transportablen Ofen vor dem Eingangsbereich des Römermuseums einen eintopfartigen Getreidebrei, die „Puls“ genannt. Er gab noch Salz, Knoblauch, Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Linsen sowie etwas Fleisch hinzu und fertig war der Gaumenschmaus. Nebenan backte Elisabeth Feldmann nach alter Tradition schmackhafte Fladenbrote. Mit dem Brotaufstrich von Legionär Manfred Mayer, den dieser gekonnt aus Schafskäse, Fischsause, Kräutern und Öl herstellte, fanden sie reißenden Absatz.

Historisches Fest lockte viele Besucher an

Auf das Pfeil- und Bogenschießen mit Gerhard Würdinger von der niederbayerischen Bajuwaren-Gruppe „Baios“ musste wetterbedingt verzichtet werden. „Wir hätten sonst die Wiese kaputt gemacht und meine Pfeile und Bögen hätten unter der Feuchtigkeit auch zu sehr gelitten“, so Würdinger, der sein Equipment dafür im Erdgeschoss des Museums an einem Schautisch präsentierte. Medicus Werner Stocker von der Legio II Italica, der aufgrund eines Arbeitsunfalls auf neuzeitliche Krücken angewiesen war, verblüffte mit der Aussage, dass schon seine Vorfahren Krücken verwendeten. Es habe sich dabei um eine einfache Astgabel mit einem Stecken gehandelt, auf den man sich aufgestützt habe, um das verletzte Bein zu entlasten. Mit der 1. Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium, Dr. Christine Kreitmair, erstellten die Kinder kleine römische Rundmühlen aus Gips. Auch in der neu gestalteten Kinderecke konnten sie spielerisch auf den Spuren ihrer Vorfahren wandeln.

„Die Besucher waren mit der heutigen Veranstaltung sehr zufrieden und haben uns alle sehr gelobt“, verriet Dietmar Kanert, Centurio von der 2. Raetischen Cohorte. Er habe sich sehr darüber gefreut, die vielen befreundeten historischen Darsteller aus nah und fern wiedergesehen zu haben, betonte Matthias Ziereis von der Tourist-Info Seebruck. Leider hätten sich viele Besucher vom schlechten Wetter abschrecken lassen. Um das leibliche Wohl kümmerte sich der Bedaiumverein. Dessen Kuchen konnte man sich mit einer Tasse Kaffee in der Kirchner Galerie schmecken lassen.

mmü

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