Breites Interesse am Ortsentwicklungskonzept

Wie soll die Zukunft von Seeon-Seebruck aussehen?

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Seebruck - Dass den Seebruckern die Entwicklung ihres Ortes auf den Nägeln brennt, zeigte der rege Besuch einer ersten Bürgerbeteiligung im Rahmen des sogenannten ISEK. Rund 170 Besucher waren in die Strandbadgaststätte gekommen.

Die Veranstaltung diente dazu, mit den Bürgern gemeinsame Ziele zu formulieren, die als Grundlagen für die zukünftigen Entscheidungen des Gemeinderats zur weiteren Entwicklung des Ortes herangezogen werden sollen (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept - ISEK). Gemeinsam mit den Fachplanern wurden dabei die Themenbereiche vom Naturschutz bis hin zum Verkehr und Tourismus diskutiert. 

Wie Bürgermeister Bernd Ruth herausstellte, stünden die vorhandenen Defizite Seebrucks oftmals in Verbindung mit der hohen Verkehrsbelastung. Hohe Grundstücks- und Mietpreise, der demografische Wandel oder der schwache Einzelhandel und das geringe Nahversorgungsangebot seien ebenfalls Eckpfeiler, die es zu diskutieren gilt. Es läge auf der Hand, dass etwas getan werden müsse, um eine Verschlechterung der Situation zu vermeiden und im Gegenzug eine Aufwertung zu erreichen, so Ruth. 

Wie mehrfach berichtet, beinhaltet das ISEK auch einen Neubau der Alzbrücke. Dazu führte ein Vertreter des Planungsbüros Dragomir Stadtplanung aus, dass zum jetzigen Untersuchungsstand alle Varianten gleichermaßen weiterverfolgt werden. Das bedeutet, dass keine der untersuchten Trassen, ob am angestammten Platz oder flussabwärts, ausgeschlossen werden soll beziehungsweise ausgeschlossen werden kann. 

Im Rahmen der Versammlung wurde den Bürgern die Möglichkeit geboten, ihre Wünsche, Anregungen, Ziele oder Vorstellungen auf Kärtchen zu schreiben und diese auf den verschiedenen Themenstellwänden anzubringen. Zusammen mit den Fachleuten wurde darüber dann angeregt diskutiert. Die Ergebnisse respektive die Anregungen der Bürger sollen jetzt durch das Planungsbüro Dragomir digitalisiert werden und können dann in Form einer Broschüre über die Web-Seite der Gemeinde abgerufen werden.

Gleichzeitig werden die Ergebnisse in das laufende ISEK eingearbeitet und im weiteren Planungsverlauf berücksichtigt. Damit wird gewährleistet, dass die Planung die Bedürfnisse der Bürger aufgreift. Der Gemeinde und den Fachplanern sei es wichtig, nicht über die Köpfe der Bürger hinweg, sondern gemeinsam zu planen, betont Ruth. Weiter teilte er mit, dass Ende dieses Jahres eine weitere Informationsversammlung stattfinden werde, in der die Planungen und weiterentwickelten Konzepte erneut mit den Bürgern diskutiert werden sollen.

ga

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