Gerichtsverhandlung um Brauerei-Erweiterung in Seeon

Camba-Baustopp: Nächste Niederlage für die Kläger

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Der Bau im Seeoner Gewerbegebiet hat in den vergangenen Monaten deutlich Gestalt angenommen. 

Seeon - Von einem "wichtigen Erfolg" spricht der Camba-Geschäftsführer: Die aufschiebende Wirkung der Anwohnerklage gegen den Brauerei-Bau wurde abgelehnt - abgeschlossen ist das Verfahren aber noch nicht.

Die Baustelle in Seeon aus der Luft betrachtet.

Der Bau einer Brauerei ("Camba Bavaria") und einer Brauanlagenproduktion ("BrauKon") im Seeoner Gewerbegebiet nimmt die nächste Hürde vor Gericht: Das Verwaltungsgericht in München lehnte nun auch die aufschiebende Wirkung der Klage ab. "Damit ist die Baugenehmigung sowohl was das Bauvorhaben, als auch die Inbetriebnahme betrifft, wieder unmittelbar nutz- und umsetzbar", so Geschäftsführer Markus Lohner.

Bei diesem Baufortschritt mussten im März die Bauarbeiter wegen der Klage abrücken.

Zuletzt wurde im Mai auch der Baustopp vor Gericht aufgehoben. An der Baustelle in Seeon konnte seitdem weitergearbeitet werden. Rund drei Monate musste der Bau davor ruhen: Manche Anwohner klagten gegen das Landratsamt Traunstein, das die Baugenehmigung erteilte, weil in der Baugenehmigung die Schallschutzkonzeption nicht hinreichend bestimmt war. Eine genaue Auflistung wurde vom Unternehmen aber nachgereicht.

Ergebnis der Hauptverhandlung wohl am 11. Oktober

Abgeschlossen ist die Klage der Anwohner damit aber noch nicht ganz. Beispielsweise bleibt die Frage offen, ob beim späteren Betrieb der Anlagen der Nachbarschutz gewährleistet sein wird. Am 11. Oktober ist mit einem Ergebnis vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht in München zu rechnen: "Die Erfolgsaussichten stellen sich aber als sehr gut dar", so Geschäftsführer Lohner.

Geschäftsführer Markus Lohner hatte schon konkrete Pläne mit der Firma auszuwandern.

Für die kleine Camba-Brauerei mit Sitz in Truchtlaching ist die Vergrößerung in Seeon notwendig, der Baustopp kostete viel Geld: Nach Angaben von Geschäftsführer Markus Lohner etwa 100.000 Euro monatlich. Wäre es beim Baustopp geblieben, hatte Lohner konkrete Pläne auszuwandern. Es lagen bereits Grundstücksangebote aus Salzburg vor - dort hätte der experimentierfreudige Brauer auch mehr Spielraum gehabt, um die engen Gesetze des Lebensmittelrechts (Stichwort Reinheitsgebot) zu umgehen.

xe

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