„Vivat Bedaium“ zieht viele Besucher an

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Das Römerfest „Vivat Bedaium“ erwies sich als Publikumsmagnet.

Seeon-Seebruck - Bei strahlendem Sonnenschein erwies sich das bekannte Römerfest „Vivat Bedaium“ als wahrer Publikumsmagnet! So mancher unterbrach seine Chiemsee-Umrundung für das römische Spektakel.

Das beliebte und weithin bekannte Römerfest „Vivat Bedaium“ war am Sonntag in Seebruck wieder ein Publikumsmagnet. Die Soldaten der Römergruppen „Legio II Italica“, „Bedaiensis“ und „2. Rätische Cohorte“ hatten am Museumsvorplatz im Schatten der Ruinen des ehemaligen Kastells ihr Lager aufgeschlagen und gewährten den Besuchern spannende Einblicke in ihr arbeits- und entbehrungsreiches Leben.

Auch viele Radfahrer, die bei Bilderbuchwetter zufällig vorbeikamen, unterbrachen kurzerhand ihre Chiemsee-Umrundung, um eine kurzweilige Zeitreise in die Vergangenheit anzutreten. Die Legionäre präsentierten und erklärten ihnen gerne ihre Ausrüstung, Waffen und Rüstungen. Der ein oder andere Besucher konnte es dabei kaum glauben, dass manch ein Kettenhemd bis zu 15 Kilogramm wog.

Die jüngsten Besucher vergnügten sich beim Kinderprogramm, wo eifrig Steine bemalt und Amulette gegossen wurden.

Besonders große Zuschauertrauben bildeten sich um den beeindruckenden Geschütznachbau der Berchtesgadener Abordnung der „Legio II Italica“. Gerhard Würdinger von der niederbayerischen Bajuwarengruppe „Baios“ weihte die Besucher an der Kastellmauer in die Pfeil- und Bogenkünste seiner Vorfahren ein. Auch ein syrischer Bogenschütze der „2. Rätischen Cohorte“ erwies sich als Meister seines Faches.

Nebenan zeigte der gefragte Medicus Werner Stocker die ganze Bandbreite seiner medizinischen Ausrüstung und gab offen zu, dass es früher bei der Versorgung verwundeter Soldaten alles andere als zimperlich zugegangen sei. Von Sterilität und Desinfektion habe man so gut wie nichts gewusst und „Narkosen“ seien nur den höhergestellten und reichen Römern vorbehalten gewesen, so der Medicus.

Strahlende Gesichter gab es auch beim bunten Kinderprogramm. Mit den historischen Darstellerinnen Martina Ziereis und Sabine Wastlhuber durften die jüngsten Gäste nach Herzenslust Steine bemalen und bei der Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium, Dr. Christine Kreitmair, konnten sie künstlerische Amulette gießen.

Für die Bewirtung sorgte der Heimat- und Geschichtsverein Bedaium mit Kaffee und leckeren selbstgemachten Kuchen. Hoch im Kurs standen auch die schmackhaften Crêpes und die herzhaften lucanischen Würste nach altrömischer Rezeptur.

Veranstalter waren der Heimat- und Geschichtsverein Bedaium und die Tourist-Information Seebruck.

„Vivat Bedaium“ in Seeon-Seebruck

mmü

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