„Über seinen Schatten springen“

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"Über seinen Schatten springen" - die neue Skulptur von Walter Angerer im Segelhafen Seebruck

Eine neue, sieben Meter hohe Skulptur des Siegsdorfer Künstlers Angerer der Jüngere ist bei einer kleinen Feier im Segelhafen in Seebruck eingeweiht worden.

Die Figur mit dem Titel "Über seinen Schatten springen" steht auf einem 1,5 Meter hohen Betonsockel und zeigt einen laufenden Mann und sein Schattenbild. Aus drei Zentimeter dickem, verzinktem und schwarz bemaltem Stahl konstruiert, war es keine einfache statische Aufgabe, dass die Figur jedem Wetter standhalten kann. Mithilfe eines Stabes zwischen Körper und Schattenbild, gleichsam als Boden, gelang es jedoch, die Figur stabil zu bauen. Im Sockel eingraviert ist zu lesen: "Über seinen Schatten springen! Berühr den Schatten und es gelingt Dir leichter, über Deinen zu springen! Angerer der Jüngere".

Seebrucks Bürgermeister Konrad Glück freute sich bei der Einweihung, dass so viele Spender die Aufstellung des neuen Kunstwerks ermöglicht haben. Das Beste an einem Kunstwerk sei, wenn man sich seine eigenen Gedanken machen könne. Dies sei hier sicher der Fall, denn jeder müsse über seinen eigenen Schatten springen. Der Künstler äußerte sich hocherfreut, dass seine Skulptur hier einen traumhaften Platz gefunden habe, weil die Figur durch den Stand der Sonne, vormittags von hinten, mittags von der Seite, ideal beleuchtet werde.

Für ihn müsse die Figur nicht unbedingt ein Mann sein, sondern könne auch eine Frau darstellen. Er hoffte, dass sich seine Figur als "kleiner Magnet" erweise, der tatsächlich viele Leute dazu brächte, sie nicht nur anzusehen, sondern sie auch zu berühren und über den eigenen Schatten ein wenig nachzudenken. Begleitet von den Klängen der Dürkelgraben-Musi hatten die Festgäste noch genügend Gelegenheit, über das Kunstwerk zu diskutieren.

Angerer springt gleichsam selbst künstlerisch über seinen Schatten und eröffnet damit eine neue Perspektive bei der Betrachtungsweise von Skulptur.

gi

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