Polizei prüft Parallelen in den Fällen

Schlug der Vergewaltiger von Rosenheim auch in Übersee zu? 

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Rosenheim/Übersee - Die Vergewaltigung am Rosenheimer Inndamm ist auch über fünf Monate nach der Tat noch nicht aufgeklärt. Schlug der Täter erneut in Übersee zu?

Rund 40 Kilometer liegen zwischen den beiden Tatorten in Rosenheim und am Chiemsee - doch es könnte eine Verbindung bestehen. 

Polizeisprecher: "Wir prüfen Zusammenhänge"

Zur Erinnerung: Am 26. November 2015 wurde eine zierliche 29-Jährige am Rosenheimer Inndamm brutal vergewaltigt. Die Spaziergängerin war an diesem Donnerstagabend alleine unterwegs, als der Täter sie anfiel und in ein Waldstück zerrte. Dort verging er sich an ihr. 

Rund fünf Monate später, am 22. April, wurde im Überseer Ortsteil Westerbuchweg wieder eine Frau überfallen. Ein Unbekannter riss einer 23-jährigen Joggerin regelrecht die Kleider vom Leib. Dann wurde sie ohnmächtig. Ob auch hier eine Vergewaltigung stattfand, konnte bislang noch nicht geklärt werden, teilte Polizei-Pressesprecher Stefan Sonntag auf Anfrage von rosenheim24.de mit. Doch eindeutig handle es sich hier auch um eine Sexualstraftat, so Sonntag. 

Schlug derselbe Täter sowohl in Rosenheim als auch in Übersee zu? "Wir prüfen Parallelen und Zusammenhänge und Parallelen", erklärte der Polizeisprecher gegenüber rosenheim24.de. 

Beide Täter trugen wohl Sturmhauben

Der Tatort in Übersee

Auffällig ist in beiden Fällen, dass der Täter eine Gesichtsmaske getragen haben soll. In Übersee sagte das Opfer, dass es eine Sturmhaube mit ausgeschnittenem Augenbereich war, in Rosenheim könnte es laut Polizei ebenfalls eine Sturmhaube gewesen sein. Beide Taten ereigneten sich außerdem in der Dunkelheit in Park- und Waldgebieten. Der oder die Angreifer waren komplett dunkel gekleidet.

Doch neben diesen Parallelen liegt kaum Verwertbares vor. Eine genaue Beschreibung der oder des Täters gibt es nicht. Der Vergewaltiger aus Rosenheim soll etwa 1,80 Meter groß sein, dunkel gekleidet. Der Täter aus Übersee wird als sehr groß beschrieben, er habe wenige Worte Hochdeutsch gesprochen. 

Ein Unterschied bei den Täten: Der Mann in Übersee bedrohte sein Opfer mit einem Messer. "Ob wirklich ein Zusammenhang besteht, können wir erst klären, wenn wir bei einem Fall entscheidend weiterkommen". 

Die Auswertung der Spuren aus Übersee laufe noch. "Das dauere seine Zeit", so Sonntag. Zwar gab es einige Hinweise aus der Bevölkerung nach der Tat im April, diese stellten sich jedoch nicht als besonders hilfreich heraus. 

Zeugen können sich bei der Kriminalpolizei Traunstein unter der Telefonnummer 0861/98730 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. 

Weitere Sex-Tat im Landkreis Traunstein

Im April kam es zudem zu einer weiteren Vergewaltigung im Landkreis Traunstein. Zusammenhänge zu den anderen Fällen scheint es hier jedoch keine zu geben. Die Tat ereignete sich in den Morgenstunden am 10. April in Traunstein. Der Mann trug hier eine Kapuzenjacke und war kleiner als in den Täterbeschreibungen oben (etwa 170 cm groß). Er sprach gebrochen Deutsch mit ausländischem Akzent. 

mg

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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