Wieder über 1000 Unfälle

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Prien - 1023 Verkehrsunfälle ereigneten sich 2009 auf den Straßen zwischen Halfing und Sachrang - vier Personen bezahlten mit ihrem Leben! **Zahl der Straftaten steigt**

247 Personen wurden verletzt, 62 von ihnen schwer. Damit sank die Zahl der Schwerverletzten im Jahresvergleich im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Prien ebenso leicht wie die der Unfälle insgesamt. Wie 2008 waren aber auch im vergangenen Jahr vier Tote zu beklagen.

Weniger oft als noch im Jahr davor waren 2009 Alkohol und zu schnelles Fahren der Grund dafür, dass es krachte, berichtete PI-Verkehrssachbearbeiter Anton Schauer beim Sicherheitsgespräch mit den Bürgermeistern in der Inspektion. Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle ging im Jahresvergleich von 80 auf 62, die der Alkoholunfälle von 24 auf 20 zurück. Schauer führte das auch auf verstärkte Kontrollen zurück, die auch nachts durchgeführt wurden und heuer mindestens im gleichen Umfang fortgesetzt werdren sollen. Bei 17 der 20 Alkoholunfälle im vergangenen Jahr hatten die Verursacher mehr als ein Promille.

Als auffällige Unfallschwerpunkte im PI-Bereich nannte der Verkehrsexperte unter anderem den Mauerkirchner Berg, wohingegen sich am Kalkgruber Berg seit Umbaumaßnahmen vor einigen Jahren die Lage entspannt habe. Im 60er-Bereich zwischen Frasdorf und Achenmühle, an der Autobahnausfahrt Bernau-Süd und an der Abzweigung nach Hemhof zwischen Bad Endorf und Natzing sind Schauer zufolge weitere Unfallschwerpunkte. In Prien sind es die Kreuzung an der nördlichen Ortseinfahrt, die derzeit durch den Bau eines Kreisels entschärft wird, und die Kreuzung Bernauer/Hochriesstraße am Feuerwehrhaus sowie der Seestraßenkreisel, an dem es Schauer zufolge des Öfteren Unfälle mit Radfahrern gibt.

Radler wurden insgesamt im Einsatzgebiet der PI Prien 2009 überdurchschnittlich oft schwer verletzt, nämlich 24-mal und damit sogar sechsmal mehr als Autofahrer. 14-mal trugen Motorradfahrer und sechsmal Fußgänger erhebliche Blessuren davon.

239-mal Fehler beim Abbiegen

Hauptunfallursache bleiben mit großem Abstand unverändert Fehler beim Abbiegen oder Wenden (239 Fälle). 94-mal war zu geringer Sicherheitsabstand der Grund dafür, dass es krachte, 81-mal missachteten Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt.

Ein bleibendes Ärgernis ist die hohe Zahl der Unfallfluchten. 213-mal machten sich Autofahrer, die einen anderen Wagen beschädigt hatten, aus dem Staub - fast genauso oft wie im Jahr davor.

Das größte Unfallrisiko besteht Schauer zufolge rein statistisch auf den Straßen im PI-Gebiet zwischen 16 und 18 Uhr. Als erfreulich bezeichnete er dem Umstand, dass seit Einführung des "Führerscheins mit 17" noch kein einziger dieser Fahranfänger, die sich in Begleitung ans Steuer setzen dürfen, in Prien und Umgebung einen Unfall verschuldet hat.

Von 4600 kontrollierten Verkehrsteilnehmern mussten die Beamten im vergangenen Jahr 2346 verwarnen und 791 anzeigen. 1386 mussten sich einem Alkoholtest unterziehen, in 54 Fällen wurde der Führerschein sichergestellt. Mehr als 400 Stunden wurde auf den Straßen im PI-Gebiet die Geschwindigkeit kontrolliert. 446 Fahrer mussten verwarnt und 260 angezeigt werden, weil sie zu schnell fuhren.

db/Chiemgau-Zeitung

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