Wildenwart: 1000 Jahre zurück

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Wildenwart - „Heute habe ich mehr über das Mittelalter gelernt, als während meiner ganzen Schulzeit“, gestand eine Besucherin beim zweiten historischen Burgfest der Falkensteiner Burg vom Brandenberg ob Wildenwart.

Das Burgfest wird veranstaltet vom Falkensteiner Ritterbund, „so macht lernen Spaß“. Mit dem Schritt vorbei am Wächter waren alle um fast 1000 Jahre zurückversetzt und nahmen teil am lebhaften Lagerleben rund um die Burg. Wasser und Schlamm auf der Wiese und dem Schlachtfeld machten weder den Kämpfern noch den Besuchern etwas aus, schließlich gab es feste Stiefel oder einfache Holzschuhe oder man ging gleich barfuss.

Der Höhepunkt für alle war die große Schlacht um die Falkensteiner Burg: fiel sie zuerst durch die Schlafmützigkeit der beiden Wachen in die Hand des Feindes, so eroberten sie die tapferen Kämpen um Ritter Siboto mit der Schärfe des Schwertes zurück. Dabei kam alles zum Einsatz, was das zwölfte Jahrhundert an Waffen kannte, vom Schwert und Schild der schwer gepanzerten Ritter über die leicht bewaffneten Knechte mit Spieß und Armbrust, über Bogenschützen bis hin zu schweren Belagerungsgeschützen, Ballisten und Speerschleudern. Mit Sturmleitern und einem Rammbock versuchten sich die Belagerer Eingang in die Festung zu verschaffen, schwer litten die Mauern unter den Stößen des Rammbocks. Schließlich versuchte die Besatzung noch mit einem Ausfall das Blatt zu wenden – vergeblich. Am Ende siegten wieder die rechtmäßigen Herren der Burg und sie werden wohl in Zukunft etwas besser darauf aufpassen. Die Zuschauer waren begeistert vom Spektakel, bei dem die Schwerter auf die Schilde klirrten, die Pfeile und Lanzen durch die Luft flogen und Freund und Feind aus Leibeskräften aufeinander eindroschen, am Schluss der großen Schlacht gab es für Sieger und Besiegte reichen Beifall.

Ritterfest in Wildenwart

reh

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser