Heimische Singvögel im Blickpunkt

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In der neuen Ausstellung präsentiert der Vogelschutzverein Achental einige Singvögel aus Züchtungen in einem großen Vogelhaus.

Übersee - Der Naturpavillon hat seinen Winterschlaf beendet - mit der Ausstellung "Heimische Vogelwelt - verborgene Schätze entdecken und kennenlernen" wurde nämlich die Sommersaison eröffnet.

Bis zum 9. September wird dort kleinen und großen Besuchern die Vogelwelt der Heimat näher gebracht.

Vögel begleiten die Menschen durch den Alltag. Ihr Zwitschern, Pfeifen und Piepsen ist fast aus jedem Busch, von jedem Baum und hinter jeder Hecke zu hören. "Leider entziehen sich die Meistersinger meist im dichten Blattwerk unseren Blicken", sagt Martina Mitterer, Leiterin des Naturpavillons. Damit sie einmal aus nächster Nähe beobachtet werden können, präsentiert der Vogelschutzverein Achental in der neuen Ausstellung einige der Singvögel aus Züchtungen in einem großen Vogelhaus.

Außerdem geht die Ausstellung der Frage nach, warum die Vögel überhaupt singen. Und mittels einer großen so genannten Vogeluhr kann man sogar erfahren, zu welcher Tageszeit welche Vögel ihren Gesang anstimmen. Zu entdecken gibt es weiterhin die verschiedenen Nestbauweisen der einzelnen Vögel und ihre unterschiedliche Nahrung. Auch über die verschiedenen Funktionen der Vogelfedern - vom Warmhalten bis zum Fliegen - klären Schautafeln auf.

Besonders die Kinder waren überrascht von den Ausmaßen eines Straußeneis und eines ausgestopften Uhus, der größten Eule der Welt und des größten Vogels Europas. Wenig bekannt war es vielen Besuchern, dass es bei den Vogelkindern Nesthocker, Nestflüchter und Platzhocker gibt.

Eine besondere Bedrohung für die 10.350 Vogelarten auf der Welt mit ihren 35.000 Unterarten stellt der Klimawandel dar, dessen Auswirkungen die Ausstellung als ein Schwerpunktthema thematisiert. Durch die Veränderung des Klimas verschieben sich nicht nur Brutgebiete und Lebensräume vieler Vögel, es entstehen auch veränderte Zugzeiten, die dann nicht mehr mit dem gewohnten örtlichen Nahrungsangebot übereinstimmen. Nahrungsmangel ist die dramatische Folge.

Als besonderes Angebot für Kinder hält die Ausstellung ein Vogelschnabel-Quiz, ein Vogelpuzzle und ein Ausstellungsquiz parat.

Unterstützt und gefördert werden die Ausstellung und der Naturpavillon von dem Verein "Allianz in den Alpen", der Volksbank-Raiffeisenbank Übersee, dem Ökomodell Achental und dem Vogelzuchtverein Achental.

Die Vogelausstellung ist Dienstag bis Samstag von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Gruppen und Schulklassen können auch vormittags mit Martina Mitterer einen Termin ausmachen (Telefon 08042 / 1551).

vd/Chiemgau-Zeitung

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