Abzocke nach Anruf in Litauen

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Trostberg - Telefonbetrug am laufenden Band: Mit einer schockierenden Nachricht am Telefon versuchen derzeit Verbrecher, verunsicherten Privatleuten in der Region hohe Geldbeträge abzuluchsen.

Am Montag Nachmittag wurden insgesamt vier Betrugsversuche bei der Polizeiinspektion Trostberg angezeigt. Der Sachverhalt war in allen Fällen ähnlich. Es wurden jeweils Privathaushalte angerufen. Der Mitteiler gab an, dass einem Familienangehörigen im Ausland etwas Schlimmes passiert sei. Man sollte eine Telefonnummer mit Litauischer Vorwahl zurückrufen. Es meldete sich dann ein “Russisch sprechender Polizeioffizier”. Dieser erklärte, dass der Familienangehörige an einem Unfall mit Personenschaden im Ausland beteiligt sei. Zur Schadensregulierung wäre ein hoher Geldbetrag als Kaution zu entrichten, sonst drohe für den Angehörigen eine Gefängnisstrafe.

Das Geld würde durch einen Boten abgeholt warden. Nachdem die Angerufenen erwähnten, dass sie nicht so viel Geld zu Hause hätten und die Polizei oder einen Rechtsanwalt ins Gespräch brachten, wurden die Telefonate von dem Unbekannten beendet. Im Bundesgebiet kam es bislang bereits zu mehreren ähnlichen Fällen, wobei es auch zu einer Geldübergabe gekommen ist. Der geforderte Geldbetrag wurde dabei von einer männlichen Person direkt an der Haustür abgeholt. Die Täter nutzen bei ihrem betrügerischen Vorgehen die Schocksituation der Opfer aus.

Die Polizei rät bei eventuellen Anrufen, trotz der belastenden Information Ruhe zu bewahren und sofort die örtliche Polizei einzuschalten. Keinesfalls sollte man auf irgendwelche Geldforderungen eingehen oder persönliche Daten angeben. Die meisten Opfer dachten auch nicht daran, ihren vermeintlich verletzten Angehörigen selber anzurufen und sich über den Wahrheitsgehalt der angeblich amtlichen Telefonnachricht zu erkundigen.

Pressebericht Polizeiinspektion Trostberg

Rubriklistenbild: © pa

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