In der Nacht zum Freitag bei Grabenstätt

Per Haftbefehl gesucht: Mann mit Rad auf Autobahn

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Grabenstätt - Ein Mann aus Rumänien wurde per Haftbefehl gesucht. Jetzt wurde er mitten in der Nacht mit dem Fahrrad auf der Autobahn entdeckt.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde ein Radfahrer ohne Licht auf der A8 in Fahrtrichtung München kurz vor Grabenstätt über Notruf der Polizei mitgeteilt. Die sofort alarmierte Streife der Verkehrspolizei konnte diesen Radfahrer zum Glück wenige Minuten später dingfest machen, bevor diesem oder anderen Verkehrsteilnehmern etwas zustieß.

Der Radfahrer wurde mit Unterstützung von weiteren Beamten der Polizeiinspektion Traunstein samt Fahrrad von der Autobahn verbracht. Die im Anschluss durchgeführte Überprüfung des 43-jährigen Rumänen ergab, dass dieser sowohl von der Staatsanwaltschaft Stuttgart per Haftbefehl (Strafvollstreckung wegen Diebstahl), als auch vom Amtsgericht München per Untersuchungshaftbefehl (ebenfalls wegen Eigentumsdelikten) aktuell gesucht wurde.

Die Herkunft des Fahrrades, bzw. die Eigentumsverhältnisse konnten aufgrund Sprachbarrieren - der Festgenommene spricht nur rumänisch - vorerst nicht geklärt werden. Der Rumäne wurde vorerst bei der Polizei Traunstein inhaftiert. Am Freitagvormittag wurden ihm dann in München vor der zuständigen Ermittlungsrichterin die Haftbefehle eröffnet und im Anschluss ist er in die JVA Stadelheim verbracht worden.

Zudem konnten die Beamten der Verkehrspolizei die Herkunft des Rades schnell und unkompliziert klären, da die Eigentümerin aus Bergen dieses nach Kauf bei der Polizei (kostenlos!) registrieren hat lassen.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Rumäne mit dem Zug nach Deutschland eingereist ist, jedoch am Bahnhof Bergen aussteigen musste, da er kein Ticket hatte. Dort hat er dann kurzerhand die nächstbeste Garage aufgebrochen und das darin abgestellte Mountainbike geklaut um die Reise gen München fortsetzen zu können. In der Vernehmung mit Dolmetscherin gab er an, dass er gar nicht versteht was die deutsche Polizei für ein Problem damit habe das er auf der Autobahn gefahren ist. Er habe schließlich den für ihn einfachsten Weg gewählt und fand das nicht gefährlich. Er hatte eher Angst den Weg in Richtung München nicht zu finden und sei deswegen auf der Autobahn unterwegs gewesen.

Er gab schlussendlich den Einbruch in die Garage, sowie auch alle anderen im Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erhobenen Tatvorwürfe, vollumfänglich zu. Nach der Verbüßung der Haftstrafe aus Stuttgart, wird er seinen Aufenthalt im Gefängnis wegen der Taten in München und der jüngst begangenen in Bergen vermutlich verlängern dürfen.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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