Nicht ohne Licht in der Dunkelheit

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Grassau - Die Polizei will mit verstärkten Kontrollen einen Missstand im Straßenverkehr bekämpfen: das Radeln bei Dunkelheit ohne Licht.

Mit dem Schulbeginn werden nun langsam aber sicher auch die Tage wieder kürzer, die Hauptverkehrszeiten fallen in die Dämmerung beziehungsweise Dunkelheit.

Hier fällt es nun wieder besonders auf: Radfahrer aller Altersgruppen fahren häufig ohne Licht im Finstern - und das nicht nur im Ortsgebiet, sondern auch auf völlig unbeleuchteten Verbindungsstraßen außerorts. Viele Autofahrer können ein Lied davon singen, dass sie einen Radfahrer ohne Licht erst im letzten Moment auf der Fahrbahn wahrnehmen konnten, zu einem blitzartigen Ausweichmanöver gezwungen waren und somit nur mit Mühe einen Unfall verhindern konnten.

Unfallstatistiken der regionalen Polizeidienststellen belegen allerdings, dass nicht jeder Radler dieses Glück hatte - in den letzten Jahren waren immer wieder Schwerverletzte oder gar Tote aufgrund unzureichender Beleuchtung von Fahrrädern zu beklagen.

Bei Verkehrskontrollen werden Radfahrer mit einer mangelhaften Beleuchtungsanlage von der Polizei in der Regel nur gebührenfrei verwarnt und aufgefordert, die defekte Lichtanlage umgehend zu reparieren. Dieses „bürgerfreundliche Verfahren“ hat aber leider nicht zu einer Besserung des Missstandes geführt. Dies haben sowohl Feststellungen während des Streifendienst als auch diverse Beschwerden von Autofahrern klar belegt.

Bevorstehende Kontrollen

Im Sinne der Verkehrssicherheit wird die Polizeiinspektion Grassau daher in den nächsten Monaten härter durchgreifen: Radfahrer, die ohne Licht in der Dunkelheit angetroffen werden, dürfen sich auf eine Verwarnung von 10 Euro einstellen. Bei einer gleichzeitigen Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder gar einem Unfall kann das Verwarnungsgeld bis auf 25 Euro ansteigen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch Rennrad- und Mountainbike-Fahrer in der Dunkelheit ein fest angebrachte Beleuchtungseinrichtung an ihren Rädern betreiben müssen. Dazu dienen in der Regel die im Fachhandel erhältlichen, batteriebetriebenen Stecklichtsätze. Sogenannte Stirnlampen stellen keine ordnungsgemäße Beleuchtung dar - sind aber natürlich „besser als nichts“.

Alle anderen Fahrräder müssen ansonsten auch noch mit zwei reflektierenden Speichenrückstrahlern an jeder Felge, reflektierenden Pedalrückstrahlern und einem zusätzlichen roten Rückstrahler ausgestattet sein.

Der abschließende Appell an die Radfahrer: Spielen Sie nicht mit Ihrem Leben und Ihrer Gesundheit, gefährden Sie keine anderen Verkehrsteilnehmer - fahren Sie in der Dunkelheit stets mit Licht!

Pressemitteilung Polizeiinspektion Grassau

Rubriklistenbild: © dpa

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