Von der A8 bei Neukirchen in U-Haft

"Ahnungsloser" Georgier landet im Gefängnis

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Neukirchen/Siegsdorf - Endstation war für einen Georgier auf seinem Weg Richtung Heimat auf der A8. Die Polizei stoppte ihn - und als er die Herkunft teurer Fahrräder nicht erklären konnte, landete er im Gefängnis.

Am 18. Februar wurde ein Mercedes mit deutschen Ausfuhrkennzeichen durch Beamte der Verkehrspolizei Traunstein gegen 17.20 Uhr auf der A8 Richtung Salzburg an der Anschlussstelle Neukirchen einer Kontrolle unterzogen.

Der 44-jährige aus Georgien stammende Fahrer gab an, zum Fahrzeugkauf in Deutschland aufhältig gewesen zu sein. Im Fond und Kofferraum wurden vier neuwertige Mountainbike-Rahmen mit den zugehörigen demontierten Anbauteilen festgestellt. Der Fahrer hatte diese mit einer Decke abgedeckt, so dass man von außen zunächst keine Fahrräder gesehen hat. Auf Nachfrage gab er an, diese auf einem Flohmarkt in Essen gekauft zu haben. 

Die Beamten konnten bei einer näheren Überprüfung anhand der Rahmennummer feststellen, dass eines der Räder als gestohlen gemeldet war. Das Rad wurde erst am 17. Februar in Mindelheim entwendet. Mit dem Umstand konfrontiert, gab sich der Georgier ahnungslos und beteuerte die vier Räder für 120 Euro gekauft zu haben. Der Wert der gebrauchten Räder dürfte jedoch im vierstelligen Bereich liegen.

In seiner Vernehmung mit Dolmetscher verstrickte er sich immer mehr in Widersprüche und seine Geschichte des Radlkaufs variierte zusehends. Er konnte nicht einmal sagen, wo denn dieser angebliche Flohmarkt in Essen sein sollte. Aufgrund der Gesamtumstände wurde durch die Staatsanwaltschaft Traunstein ein Haftbefehl beantragt, welcher am Folgetag vor dem zuständigen Ermittlungsrichter erlassen wurde. Nun hat er in der Untersuchungshaft Zeit, sich der Wahrheit zu besinnen, während die Polizei die weiteren Ermittlungen hinsichtlich der anderen drei Räder vorantreibt.

Pressemeldung VPI Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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