Kriminalität

Fahrradfahrer angefahren: Verbot nicht eingehalten

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Siegsdorf - Am Mittwoch wurde ein Kleintransporter auf der Salzburger Autobahn kontrolliert. Der Fahrer war trotz mehrmonatigem Verbot mit seinem Fahrzeug unterwegs.

Gegen 17 Uhr wurde ein mit mehreren Personen besetzter ausländische Kleintransporter auf der Salzburger Autobahn angehalten und einer intensiven Kontrolle unterzogen. Hierbei wurde in Erfahrung gebracht, dass der rumänische Fahrer im Jahre 2013 an einem schweren Verkehrsunfall beteiligt gewesen ist. Dieser hatte damals bei einem missglückten Überholvorgang auf einer Staatsstraße im Landkreis Rosenheim mit seinem Sattelzug einen Fahrradfahrer gestreift und diesen dadurch zu Sturz gebracht.

Obwohl sich der Fahrradfahrer bei dem Sturz mehrere Knochenbrüche zuzog und viele Tage im Krankenhaus verbringen musste, kümmerte sich der damals 37-jährige Rumäne nicht um das Unfallopfer sondern setzte seine Fahrt unvermittelt fort. Durch akribische Ermittlungsarbeit konnte der Unfallverursacher aber bereits nach kurzer Zeit gefasst und in einem späteren Gerichtsverfahren zu einer empfindlichen Geldstrafe und einem mehrmonatigen Fahrverbot verurteilt werden.

Da er aber als Berufskraftfahrer auf seinen Führerschein angewiesen war, kümmerte er sich bislang trotz mehrmaliger Aufforderung nicht um die Abgabe bei den deutschen Justizbehörden. Dies wurde ihm nun zum Verhängnis. Der Polizeicomputer brachte die bestehende Beschlagnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Rosenheim und das seit fast zwei Jahren rechtskräftige Fahrverbot ans Tageslicht.

Erst nachdem der Führerschein beschlagnahmt wurde und der uneinsichtige Fahrer für das zu erwartende Strafverfahren bei der Polizei eine Kaution von 1.000 Euro hinterlegt hatte, durfte er zusammen mit seinen Mitfahrern die Weiterreise, natürlich als Beifahrer, antreten.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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