Illegale Schlagfalle

Tierquälerei: Biber muss von Polizei erlöst werden

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Biber sind, wie beispielsweise Wölfe, streng geschützt.

Traunstein - Am Mittwoch wurde am Staudacher Weg ein Biber gefunden - in einer illegalen Schlagfalle. Die Polizei musste das leidende Tier erlösen. Es laufen Ermittlungen:

Am Mittwoch, gegen 14.30 Uhr, wurde der Traunsteiner Polizei mitgeteilt, dass ungefähr drei Meter neben dem Radweg der Kreisstraße TS5 (sog. Staudacher Straße) an dem Bachlauf ein Biber in einer Falle hängen würde.

Tatsächlich stellten die Beamten ein Biberweibchen in einer illegalen 20-cm-Schlagfalle fest. Die Falle war an einer Kette befestigt. Die Falle hatte dem Biber den linken Vorderlauf durchgebrochen. Den Spuren nach war der Biber schon einige Zeit leidend. Denn der Bereich um die Falle war entsprechend aufgewühlt. Der Bachlauf ist nahe dem Fundort gering aufgestaut.

Der Polizei blieb nichts anderes übrig, als das schwer verletzte Tier mit einem Gnadenschuss von den Schmerzen zu befreien. Nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde wird das Tier über das Landratsamt ordnungsgemäß entsorgt.

Der Biber (Castor Fiber) ist, wie beispielsweise auch der Wolf, streng und besonders geschützt. Wegen einer Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Tierschutzgesetz wird daher derzeit gegen Unbekannt ermittelt. Dem Täter droht eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren.

Durch die Polizei wurde die Falle zur Spurensicherung sichergestellt. Sie war ohne Warnhinweis oder weiteren Schutz aufgestellt worden und hätte auch von einem Menschen übersehen werden können. Durch die Polizei wurde der Ufer-Bereich deshalb nach weiteren Fallen abgesucht. Es wurden aber keine mehr entdeckt.

Die Polizeiinspektion Traunstein bittet um Hinweise auf den Täter unter Tel.: 0861/9873-0.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

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