Auf dem Frühlingsfest

Gruppe prügelt wahllos auf Fremde ein

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Traunstein - Frühlingsfest-Zeit ist auch Hochsaison für die Beamten - und die hatten es am Samstagabend mit einer Gruppe Halbstarker zu tun. Diese prügelte grundlos auf Personen ein:

Trotz durchwachsener Wetterlage war das Auftaktwochenende des Traunsteiner Frühlingsfestes gut besucht. Im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt herrschte ausgelassene Stimmung und im Großen und Ganzen blieb es auf dem gesamten Volksfest größtenteils friedlich.

Am Freitag, den 8. Mai, begann das alljährliche Traunsteiner Frühlingsfest. Nachdem die Gebirgsschützenkompanie Traunstein im wahrsten Sinne des Wortes den „Startschuss“ dafür abgegeben hatten, zogen der Festwirt und viele ortsansässige Vereine ins Festzelt ein. Doch nicht nur am Eröffnungstag wurde ausgelassen gefeiert, auch am ersten Samstag des Frühlingsfestes war der Platz gut besucht und das Zelt bis auf den letzten Platz besetzt.

Der rege Besucherzustrom barg leider auch wieder die bereits aus den Vorjahren bekannten Probleme - „vorglühende“ Jugendliche und Heranwachsende, welche ihre Flaschen und Plastikbecher sehr zum Ärger der Anwohner einfach liegen ließen oder sogar in den Vorgärten entsorgten. Trotz der durchgeführten Vorkontrollen hinsichtlich der Volksfestverordnung konnte diese Problematik lediglich eingedämmt, jedoch nicht aus der Welt geschafft werden. Zu stark alkoholisierte Personen wurde der Zutritt zum Festgelände verwehrt und sichtliche alkoholisierte Jugendliche den Eltern übergeben, welche diese abholen mussten. So endete der Spaß für einige Besucher bereits, bevor sie das Festgelände überhaupt betreten hatten.

Auch das Urinieren außerhalb von Bedürfnisanstalten ist und bleibt ein - sehr unhygienisches - Ärgernis für alle Beteiligten. Doch auch hier stellten einige „Wildbisler“ fest, dass die paar Cent für die Toilettenbenutzung deutlich billiger gewesen wären, als die Geldstrafe von 35,- Euro, welche einem blüht, wenn man erwischt wird.

An dieser Stelle wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Volksfestverordnung bereits in den umliegenden Straßen des Festplatzes gilt und nicht nur dem Schutz der Anwohner, sondern auch dem friedlichen Miteinander dient.

Bereits nach den ersten beiden Tagen wurden zahlreiche Fundstücke bei der Polizei abgegeben. Neben Geldbörsen und Schlüsselbunden handelte es sich dabei hauptsächlich um Smartphones. Diese werden nach zwei, drei Tagen dem Fundbüro übergeben, wenn bis dahin kein Eigentümer ermittelt werden konnte.

Bei der Abwanderung am Samstagabend, nach Ende der Veranstaltung, sorgte eine Gruppe Jugendlicher/Heranwachsender noch für einen letzten Polizeieinsatz der am Volksfest eingesetzten Beamten. Diese pöbelten zunächst einen das Zelt verlassenden 20-jährigen an und schlugen ihn mehrmals ins Gesicht, als dieser fragte, was das denn solle. Sie entfernten sich dann von dem jungen Ruhpoldinger und hielten sich in der Nähe des Kettenkarussells auf. Dort griffen sie dann völlig grundlos einen vorbeigehenden Kellner des Zeltes an. Dieser erhielt mehrere Schläge ins Gesicht, sowie auf den Körper. Nachdem die Geschädigten auf sich aufmerksam gemacht hatten, konnten die Täter in der Menge der Abwandernden ausgemacht und nach kurzer Verfolgung festgenommen werden.

Abgesehen davon, kam es lediglich zu kleineren Streitigkeiten, welche geschlichtet werden konnten, und einigen Platzverweisen. Alles in allem ist dies eine zufriedenstellende Bilanz.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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