Tuning-Szene wurde kontrolliert

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Traunstein - Anläßlich des VW-Tuning-Treffens führte die Polizei einige Verkehrskontrollen im Stadtgebiet durch. Zahlreiche Fahrer erwartet nun ein Verfahren. 

Nicht ganz so verkehrssicher waren einige Fahrzeuge von Tuning-Freunden, die am vergangenen Sonntag, den 1. Juli, zum diesjährigen 5. VW-Tuning-Treffen nach Traunstein anreisten.

Beamte des Einsatzzuges Traunstein kontrollierten einmal im Stadtgebiet Traunstein und einmal außerhalb auf der B304 kurz vor Traunstein bei Aiging. Während der knapp sechsstündigen Kontrolle mit Beginn um 7 Uhr mussten zahlreiche Fahrzeugführer ihre teils liebevoll „aufgemotzten“ Boliden einer eingehenden Kontrolle unterziehen lassen.

Bei so manchem Fahrzeug war daher nicht alles Gold, das glänzte, sondern es wurden durch die Beamten auch gravierende Mängel entdeckt, die ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge hatten.

Die meisten Verstöße wurden am Fahrwerk der getunten Autos, bzw. bei Veränderungen am Motorverhalten oder der Lichtanlage festgestellt.

Insgesamt mussten 23 Fahrzeuglenker aufgrund gravierender Fahrzeugmängel angezeigt werden. Sie werden in den nächsten Wochen Post von der Bußgeldbehörde bekommen. Zudem gibt’s für die Verstöße ausnahmslos Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

Drei Fahrzeugführer wurden bar verwarnt, da die Mängel am Fahrzeug nicht so tragisch waren. Zudem sprachen die Beamten bei nur geringfügigen Abweichungen mündliche Verwarnungen aus. Alle kontrollierten Verkehrsteilnehmer bekamen aber eine Aufforderung mit, wo sie innerhalb einer bestimmten Frist die Mängel durch eine Fachwerkstatt oder den TÜV beseitigen, bzw. den Originalzustand wieder herstellen lassen müssen.

Bei einem Pkw-Lenker mussten zudem die vorne abgefahrenen Reifen beanstandet werden. Sowohl die Fahrerin, als auch die Tochter als Halter des Pkw müssen mit einer Geldbuße rechnen.

Nicht ganz so glimpflich kamen aber zwei weitere Kontrollierte davon. Der eine, ein 20-jähriger Trostberger, war mit seinem VW Polo zum Treffen unterwegs. Der junge Mann befand sich mit seinem Führerschein noch in der Probezeit. Da die Beamten Alkoholgeruch feststellten und ein vor Ort freiwillig durchgeführter Alkotest positiv ausfiel, musste er mit auf die Wache zum sog. „gerichtsverwertbaren“ Alkotest. Dieser bestätigte einen vorangegangenen Alkoholgenuss.

Das gleiche Schicksal ereilte einen 29-jährigen Traunreuter an der gleichen Kontrollstelle. Auch bei ihm wurde Alkoholgeruch festgestellt und durch den Vor-Ort-Test bestätigt. Zudem musste der Mann noch die nicht eingetragenen Distanzringe seiner Spurverbreiterung am Fahrzeug abmontieren.

Beide Fahrzeuglenker wurden angezeigt und mussten mit einem Ersatzfahrer weiterfahren. Sie erwartet neben Punkten in Flensburg auch eine saftige Geldbuße, den Traunreuter sogar ein Monat Fahrverbot.

Pressemitteilung  Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © pa

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