Statt Luftfilter-Rohr Omas Strumpfhose

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Traunstein - Eine Polizeikontrolle beim VW-Treffen vermieste manchem Tuning-Fan am Sonntag die Laune gehörig. Einige Herrschaften mussten ihr liebstes Stück sogar komplett abstellen.

Am Sonntag, den 7. Juli, fand bereits das sechste VW Treffen der VW-Chiemsee-Tour in Traunstein statt. Wie bereits im Vorjahr erfreute sich auch dieses Jahr das Treffen großen Interesses. Mehrere Hunderte VW-Begeisterte reisten aus verschiedensten Regionen an. Der Einsatzzug Traunstein, unterstützt durch einen Sachverständigen des Polizeifortbildungsinstitutes Ainring, errichtete zwei Kontrollstellen in und einmal außerhalb der Stadt Traunstein. An beiden Kontrollstellen wurden die zum Teil liebevoll „aufgemotzen“ Boliden genauer unter die Lupe genommen.

Insgesamt wurden 28 Fahrzeugführer auf Grund erheblicher Mängel an ihren Fahrzeugen, was zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führte, angezeigt. Bei sieben Fahrzeugen konnten die Mängel noch mit einer Verwahrnung geahndet werden. 13 weitere Fahrzeugführer erhielten eine Mitteilung über Fahrzeugemängel um kleinere Mängel beheben zu lassen. Die meisten Verstöße wurden am Fahrwerk der Autos, beziehungsweise Veränderungen am Motor festgestellt.

So mancher Fahrer musste erst mehrere Stunden sein Fahrzeug „rücktunen“, ehe ihm die Weiterfahrt gestattet werden konnte. Bei einem Fahrzeug staunten die Beamten nicht schlecht, als der Fahrer die Motorhaube öffnete. Dieser hatte nicht Teile montiert, sondern demontiert. Er entfernte das Luftfilterrohr und brachte stattdessen „Omas Strumpfhose“ an. Als Begründung gab er an, dass sein Fahrzeug so lauter sei.

Das lauteste Auto war dennoch ein anderes. Eine Messung mit dem Schalpegelmessgerät brachte zum Vorschein, dass es um 22 Dezibel lauter war, als erlaubt. Alle angezeiten „VW-Liebhaber“ müssen die nächsten Wochen mit Post von der Bußgeldstelle rechnen. Es erwartet sie ein Bußgeld zwischen 50 - 180 € und 3 Punkten in der Verkehrssünderdatei. Des weiteren müssen viele von Ihnen ihre Führerscheinkenntnis nochmal aufbessern, da sie sich noch in der Probezeit befanden und zur Nachschulung gebeten werden. Ob man jetzt auf Grund der vielen Beanstandungen von einem Erfolg sprechen kann sei dahin gestellt. Aus polizeilicher Sicht wird es eher als besorgniserregend bewertet, da bereits im Vorjahr ähnlich viele Verstöße festgestellt wurden.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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