Auto-Tuningsaison bereits wieder in vollem Gange:

Polizei warnt Bastler: "Tune it Safe"

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Trostberg - In den letzten Wochen führte die Polizei vermehrt Kontrollen an getunten Fahrzeugen durch. Dabei wurden teils erschreckende Änderungen entdeckt:

Nachdem die Tuning-Saison für alle Kfz-Liebhaber schon wieder voll im Gange ist und bereits die ersten Fahrzeuge nach teils langer „Winterarbeit“ nun im öffentlichen Straßenverkehr zur „Schau“ gestellt werden, wurden diese Fahrzeuge durch Beamte der Polizei Trostberg in diversen Schwerpunktkontrollen während der letzten Wochen auf ihren technischen und ordnungsgemäßen Zustand überprüft. Die Bilanz war erschreckend, obwohl ausnahmslos alle Fahrzeugführer behaupteten, dass „alles“ an ihrem Fahrzeug eingetragen wäre!

Von 18 kontrollierten und modifizierten Fahrzeugen konnten nur 3 Fahrzeugführer die nötigen Papiere der Änderungsabnahmen von einer Sachverständigenorganisation nachweisen. Bei den anderen 15 Fahrzeugen wurden teils erhebliche Mängel und fehlende Eintragungen festgestellt. Bei einem Fahrzeug musste sogar die Weiterfahrt unterbunden werden, da nicht auszuschließen war, dass es zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer kommen könnte.

Hauptursache waren die Kombinationen von Rad/Reifen, Tieferlegung und Distanzscheiben. Auch Sportauspuffanlagen in Verbindung mit einem offenen Sportluftfilter waren ähnlich beliebt. Auf Nachfrage bei den Kfz-Besitzern waren die meisten der Meinung, „dass schon alles passen würde“, da die Fahrzeuge überwiegend bereits in einem modifizierten Zustand erworben wurden.

Vielen war aber gar nicht bewusst, dass sie als Fahrzeughalter für den Zustand ihres Fahrzeuges nach Erwerb vollumfänglich verantwortlich sind. Denn nicht nur die Betriebserlaubnis kann bei solchen Änderungen erlöschen, sondern auch die Versicherungen können bei einem Schadensfall / Unfall die Kostenübernahme verweigern beziehungsweise den Verantwortlichen in Regress nehmen.

Da bei einem Umbau von solchen Kraftfahrzeugen je nach Aufwand gut und gerne mehrere tausend Euro investiert sein können, rät die Polizei daher im Zweifelsfall in Verbindung mit dem TÜV/Dekra oder anderen zugelassenen Organisationen, solche Umbauten in der Planungsphase zu besprechen oder nach einer Änderung das Fahrzeug dort vorzuführen und in jeglicher Kombination eintragen zu lassen. Auch wenn bereits Teile eingetragen sind und wieder z.B. andere Felgen montiert werden, muss immer die Kombination ALLER Teile geprüft werden.

Entgegen manchen Vorurteilen, die Polizei hätte etwas gegen Tuning-Fahrzeuge, so ist dies kategorisch zu verneinen. Die Polizei begrüßt sogar die „bunte Abwechslung“ im Straßenverkehr, nur sollten diese eben zulässig verändert sein.

Dies beweist auch die Initiative des Bundesverkehrsministerium und des Verbandes der Automobil Tuner e.V. (VDAT), welche dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiert und in diesem Zusammenhang bereits zum zehnten Mal ein Kampagnen-Fahrzeug in Zusammenarbeit mit renommierten Tuning Firmen unter dem Motto der Initiative „Tune-it-safe“ auf diversen Messen präsentiert. Mehr Informationen zu der Kampagne finden sie unter der Adresse www.tune-it-safe.de

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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