Wie fahren meine Kinder sicher mit?

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis - Ab wann ist ein Kindersitz überflüssig? Und darf mein Kind auf dem Beifahrersitz mitfahren? Im monatlichen Verkehrstipp klärt die Polizei darüber auf:

Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen

§ 21 Straßenverkehrsordnung regelt, dass Kinder bis 12 Jahre, wenn sie kleiner als 150 cm sind, nur mitgenommen werden dürfen, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die den EU- Richtlinien entsprechen und für das Kind geeignet sind. Den regulären Sicherheitsgurt müssen Kinder benutzen, die älter als 12 Jahre sind oder aber noch nicht 12 Jahre alt, jedoch größer als 150 cm sind. Die Sicherungspflicht besteht für alle Kraftfahrzeuge, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, insbesondere für Pkw.

Der VERKEHRSTIPP der Polizei - monatlich auf rosenheim24.de

Die Rückhalteeinrichtungen müssen den derzeit geltenden EWG- Normen ECE 44/03 oder ECE 44/04 entsprechen; nachprüfbar ist dies meist auf einem orangefarbenen Etikett an den Kindersitzen. Als geeignet gelten Rückhalteeinrichtungen (Babywannen und - schalen, Reboard-Sitze rückwärtsgerichtet eingebaut, vorwärtsgerichtete Kindersitze, Sitzerhöhungen), welche der für das Kind jeweils zutreffenden Gewichtsklasse entsprechen. Dazu gibt es 5 Klassen: 0 (weniger als 10 kg), 0+ (weniger als 13 kg), I (9 bis 18 kg), II (15 bis 25 kg) und III (22 bis 36 kg).

Lesen Sie dazu:

Ausnahmsweise dürfen Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr auf den Rücksitzen mit den vorgeschriebenen Sicherheitsgurten gesichert werden, wenn wegen der Sicherung anderer Kinder mit Kindersitzen für die Befestigung weiterer Rückhalteeinrichtungen für Kinder keine Möglichkeit mehr besteht. So kann beispielsweise ein Kind mit einem vorhandenen Beckengurt in der Mitte der Rückbank eines Pkw gesichert werden, wenn die beiden äußeren Plätze bereits mit Kindersitzen belegt sind und eine weitere Rückhalteeinrichtung keinen Platz mehr hat.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, Kinder auf dem Beifahrersitz zu befördern. Es muss allerdings anhand der Gebrauchsanleitung des Herstellers festgestellt werden, ob es von Herstellerseite Einschränkungen gibt. Befindet sich auf der Beifahrerseite ein Airbag, dann dürfen Reboard- Systeme der Klassen 0 und 0+ (Rückhaltesysteme entgegen der Fahrtrichtung) nur angebracht werden, wenn der Airbag für diesen Sitz ausgeschaltet wird. Ein Warnhinweis (Aufkleber) muss auf die Gefährdung bzw. Abschaltung des Airbags auf der Beifahrerseite hinweisen.

Verstöße gegen die Sicherungspflicht bei Kindern werden mit 30 bis 50 Euro, ab 40 Euro zusätzlich mit 1 Punkt in Flensburg geahndet.

Christian Kagerer/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser