Tierheim: Aus Darlehen wird Zuschuss

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Ainring/Freilassing - Der Tierschutzverein benötigt Geld für die Sanierung des Hundehauses. Der Gemeinderat wandelte ein Darlehen in einen Zuschuss um.

Wie an andere Gemeinden im Landkreis die Bitte gerichtet, stellte der Tierschutzverein Freilassing und Umgebung e.V. auch an die Gemeinde Ainring den Antrag, zur Finanzierung des Hundehauses das gewährte zinslose Darlehen aus dem Jahr 2010 in Höhe von 38.000 Euro in einen einmaligen, außerordentlichen Zuschuss umzuwandeln. Die Gründe und derzeitige Situation zum Tierheimbetrieb erläuterte gemäß eines vorliegenden Vorstandsschreibens des Tierschutzvereins die Leiterin der jüngsten Gemeinderatssitzung, 2. Bürgermeisterin Gabriele Noreisch.

Das Schreiben aus dem Tierheim beinhaltete zwei Anträge: In Punkt 1 - Erhöhung der Fundtierpauschale - wurde hingewiesen, dass die aus dem Gemeindebereich Ainring stammenden Tiere, wie Hunde und Katzen, welche dem Tierheim Freilassing übergeben werden, rechtlich als Fundsachen zu beurteilen seien. Demzufolge sei die Gemeinde verpflichtet, dem Tierheim Kostenersatz für die anfallenden Aufwendungen zu leisten. Letztmalig mit Beschluss vom November 2006 sei die Fundtierpauschale aufgrund gestiegener Kosten auf 30 Cent je Einwohner erhöht worden.

Kosten sind gestiegen

Doch zwischenzeitlich seien die Kosten weiter gestiegen, so dass nun eine Erhöhung auf 50 Cent pro Einwohner beantragt werde. Dies könne mit einer Finanzierungsaufstellung vom 28. Januar 2013 belegt werden.

Was die Umwandlung des Darlehens aus dem Jahr 2010 in eine einmalige Beihilfe betraf, erinnerte die Bürgermeisterin, dass in der April-Sitzung vor drei Jahren beschlossen worden sei, dem Tierschutzverein Freilassing zur Sanierung des Tierheims mit dem ersten Bauabschnitt des Katzenhauses finanziell unter die Arme zu greifen. Der Kostenanteil der Gemeinde Ainring habe 76.000 Euro betragen, wobei die Hälfte des Betrages als Zuschuss, die andere Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt worden seien.

Hundehaus muss saniert werden

„Nun beantragt der Tierschutzverein die Umwandlung des Darlehens in eine einmalige Beihilfe, um die dringend nötige Sanierung des Hundeshauses - hier handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt - realisieren zu können. Der Finanzierungsbedarf ist uns bekannt“, verdeutlichte Gabriele Noreisch. Damit das Tierheim seine beabsichtigen Maßnahmen aus eigener Kraft bewältigen könne, sei es nötig , das Darlehen umzuwandeln. Auswirkungen auf den Haushalt 2013 habe dies nicht, da die finanzielle Beteiligung der Gemeinde bereits um Haushalt 2010 vollumfänglich als Zuschuss dargestellt und finanziert worden sei, so der Hinweis der 2. Bürgermeisterin.

Mit Ausnahme zweier Gegenstimmen war der Gemeinderat einverstanden, dem Antrag des Tierschutzvereins zu folgen. Das von der Gemeinde vor drei Jahren für die Sanierung des Hundehauses gewährte zinslose Darlehen in Höhe von 38.000 Euro wird in einen einmaligen außerordentlichen Zuschuss umgewandelt. Eine Diskussion zu dieser Thematik gab es nicht.

schl / bit

Quelle: BGland24.de

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