Ainring: Haushalt auch 2013 schuldenfrei

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Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger kann beruhigt schlafen: Seine Gemeinde ist schuldenfrei, auch 2013.

Ainring - Gemeinde-Kämmerer Thomas Schlosser erläuterte den Gemeinderäten einen relativ sorgenfreien Haushaltsentwurf 2013. Ainring ist nach wie vor schuldenfrei. 

Rege, doch ausgesprochen sachlich verlief die erste Beratung zum Ainringer Gemeindehaushalt 2013. Aus dem insgesamt 239 Seiten umfassenden Paket informierte Kämmerer Thomas Schlosser auszugsweise die wichtigsten Details des diesjährigen Haushaltsentwurfs und Finanzplans bis 2016. Dabei ging er auf die Einzelpläne sowie Unterabschnitte im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt näher ein und begründete gravierende Änderungen gegenüber dem Ansatz des letzten Haushaltsjahres. Schlosser zeigte dazu kalkulierte Entwicklungen im Finanzplanungszeitraum auf.

Laut Entwurf umfasst das Haushaltsvolumen in Einnahmen und Ausgaben 17,2 Millionen Euro. 14,1 Millionen Euro sind es im Verwaltungshaushalt, über den die laufenden Ausgaben abgewickelt werden, sowie 3,1 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, der für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen vorbehalten ist. Einnahmen aus Steuern, allgemeinen Zuweisungen und Umlagen belaufen sich auf 10,6 Millionen Euro. Aufgeschlüsselt ergeben sich aus Gewerbestreuer 4,5 Millionen Euro, Einkommenssteuerbeteiligung 3,47 Millionen Euro, 790.000 Euro Schlüsselzuweisung vom Freistaat Bayern. An Grundsteuern wurden 900.000 Euro eingenommen. Die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb bezifferte Thomas Schlosser mit 2,74 Millionen Euro, für sonstige Finanzeinnahmen wurden 750.000 Euro eingebucht.

Gemeinde ohne Verbindlichkeiten

„Aus dem Verwaltungshaushalt verbleibt ein Überschuss in Höhe von 1,68 Millionen Euro, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird. Mit dieser Zuführung können darin alle Investitionen gedeckt werden, ohne auf Rücklagen zurückgreifen zu müssen. Kreditaufnahmen sind ebenfalls nicht vorgesehen, die Gemeinde bleibt schuldenfrei“, so die erfreuliche Nachricht von Schlosser.

Neben der Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt werden im Vermögenshaushalt Einnahmen verbucht, unter anderem 810.00 Euro aus verschiedenen Entgelten sowie 580.000 Euro aus Zuweisungen und Zuschüssen für Investitionen von Land und Bund.

Als die wichtigsten Ausgaben zeigte der Kämmerer folgendes auf: Personalausgaben 2,7 Millionen Euro, sachlicher Verwaltungs- und Betriebsaufwand 4,18 Millionen Euro, Zuschüsse der Gemeinde 580.000 Euro, sonstige Finanzausgaben - darunter Gewerbesteuerumlage und Kreisumlage - fünf Millionen Euro, Kapitaleinlage bei den Gemeindewerken für Trinkwasserversorgung 150.000 Euro, Baumaßnahmen (Hoch- und Tiefbau) 1,68 Millionen Euro, Erwerb von Grundstücken und beweglichem Vermögen 800.000 Euro. „Trotz dieses umfangreichen Ausgabepakets rechne ich damit, dass wir am Ende des Jahres noch 417.000 Euro der allgemeinen Rücklage zuführen zu können“, betonte der gemeindliche Finanzverwalter.

2014 noch behutsamer wirtschaften

Thomas Schlosser versäumte es jedoch nicht, auf das finanzwirtschaftlich schwierigere Jahr 2014 mit der enormen Kreisumlagenbelastung von 5,5 Millionen Euro - ein Plus von 1,9 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2013 - hinzuweisen. Zudem könne nächstes Jahr vom Staat nicht mit dem Erhalt von Schlüsselzuweisungen gerechnet werden. Schon allein aufgrund dieser Tatsache riet der Kämmerer die Ratsrunde zur Zurückhaltung im kommenden Jahr, da mit einer weiteren Rücklagenentnahme von 2 bis 2,5 Millionen Euro aus heutiger Sicht zu rechnen sei. Diese betrage derzeit 4,8 Millionen Euro. „Insgesamt stelle ich eine positive und gute finanzielle Lage der Gemeinde Ainring fest“, verdeutlichte der Gemeindekämmerer abschließend.

Bürgermeister Hans Eschlberger mahnte ebenfalls Leitmotive für den Haushalt des nächsten Jahres an. Es gelte, die Schuldenfreiheit zu bewahren, zugleich Vorsorge zu treffen. Als eminent wichtig nannte er die bedarfsgerechte Aufgabenerfüllung mit den Schwerpunkten Kinder, Bildung, Jugend, Sicherheit für Gebäude und Verkehrswege sowie nachhaltig sichere und wirtschaftliche Versorgung durch die Gemeindewerke zur Eigenkapitalstärkung. Zum Stichwort „Verlässlichkeit“ bezog sich Hans Eschlberger auf die Hebesätze für Gewerbe- und Grundsteuer mit weiterhin 300 Punkten.

Rad- und Gehweg durch Adelstetten?

Neben diversen Vorschlägen aus dem Ratsgremium, die im Entwurf des Gemeindehaushalts noch für die Endfassung eingearbeitet werden, stellte Sven Kluba zwei Anträge. Um den Bau eines Mehrzweckraumes an der Grundschule Thundorf unter Abwägung der künftigen Entwicklung sowie eines Rad- und Gehweges durch die Ortschaft Adelstetten, voranzutreiben, sollten als Signal einer Verwirklichung dieser Projekte höhere Mittel in den Haushalt bereitgestellt werden. Bei letzterem sollte das Straßenbauamt als Träger der Maßnahme noch deutlicher in die Pflicht genommen werden.

Sieht man von den Anträgen von Sven Kluba ab, wurden keine Abstimmungen durchgeführt. Diese sind in der kommenden Gemeinderatssitzung fällig, wenn über die Endfassung des Haushalts samt Anlagen beschlossen wird und die jeweiligen Fraktionssprecher ihre Stellungnahmen abgeben.

schl

Quelle: BGland24.de

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