Ainring völkerverbindend unterwegs

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Ainring - Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des örtlichen Kreuzweges veranstaltete die Gemeinde Adenau den 2. Adenauer Stationenweg. Auch eine Delegation aus Ainring war zu diesem Jubiläum eingeladen.

Die am Nürburgring in der Eifel gelegene Gemeinde organisierte ein aufwändiges Drei-Tage-Rahmenprogramm, welches mit einem Ökumenischen Gottesdienst feierlich eröffnet wurde. Das unter dem Motto „Kreuzwege in Europa“ durchgeführte Konzert stand im Zeichen der Völkerverbindung und des interkulturellen Austauschs.

Die Gemeinde nutzte ihre Partnerschaften zu Städten und Gemeinden in ganz Europa. Die für ihre Länder typischen musikalischen Beiträge kamen aus Italien, Irland und aus Malta. Ein sechs mal zwei Meter großes Gemälde einer Künstlerin aus der französischen Partnerstadt Silly zeigte den Weg des Lebens mit all seinen Facetten, der Traurigkeit, der Hoffnung, der Liebe und der Verzweiflung.

Einladende Bilder aus Ainring und Umgebung der Firma Roha Fotothek Fürmann luden, begleitet von den Klängen der Hammerauer Musikanten, zu einem Kurzbesuch nach Bayern ein. Den Besuchern konnte ein überzeugendes Bild von der bayerischen Lebensart, ihrer Landschaft und den religiösen Bräuchen gegeben werden. Mit Bildern vom Ainringer Kreuzweg, den treffenden Worten von Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger und mit einem Jodler der Hammerauer Musikanten.

Dieser Zusammenhang von Kultur, Tradition und Religion in Bayern zeigte sich auch bei der Veranstaltung „Bier trinken mit Gottes Segen“. Wasti Irlinger führte mit Geschichten rund um das bayerische Getränk durchs Programm. Für das leibliche Wohl sorgte ein extra gebrautes „Pfaffenbier“. Mit dem Bierleberkäse aus der Bad Reichenhaller Metzgerei Drexler war auch gastronomisch die heimische Region in Adenau am Nürburgring „in aller Munde“.

Zu den Musikanten des Nachmittags gesellten sich der Männergesangsverein Adenau, der Fanfarencorps Adenau und die Limbachtaler Musikanten.

Ein Geschenk für uns

Nach einem feierlichen Gottesdienst mit dem Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser und dem Trio Opera ViWa aus der Toskana fand der eigentliche Höhepunkt der Jubiläumsfeier statt. Über 300 nationale und internationale Mitwirkende in Chören und Orchestern tummelten sich auf dem Adenauer Kreuzweg, der zur längsten Naturbühne Europas wurde. Handwerker, Schauspieler, Zünfte sowie Sänger und Musikanten sorgten für ein mehrstündiges Beisammensein. „Die Menschen sollen den Leidensweg Christi nachvollziehen können, Freude haben am 150-jährigen Jubiläum des Adenauer Kreuzwegs und erkennen, welches Geschenk uns dadurch erbracht wurde“, so Regisseur Clemens Keiffenheim, der auch den Film über Wasti Irlinger drehte.

Mit einem Jodler und einem Musikstück sowie erklärenden Worten durch Hansl Auer zum Frühjahrsbrauchtum im Alpenraum wurde den rund 1.000 Besuchern auch die Vielseitigkeit Bayerns nahe gebracht. Verschont von Regen war ihnen die Begeisterung über die gelungene Veranstaltung anzusehen. „Europa ist an diesem Tag wieder ein Stück zusammengerückt“, so der Regisseur.

Zum Ausklang der Feier tauschten sich die Musikanten zum Abschluss nochmals aus.  In geselliger Runde vermischten sich wirkungsvoll bayerische mit irischen, italienischen und maltesischen Klängen.

Dass mit dem Auftritt der Gemeinde Ainring nicht nur bayerisches Brauchtum verkörpert, sondern auch Werbung für die Region rund ums Berchtesgadener Land gemacht wurde, zeigte sich am Interesse der Besucher an Informationsmaterial. Zusammengefasst brachte es Regisseur Keiffenheim auf den Punkt: „ So wie ich es mir erhofft hatte. Eine kleine bayerische Delegation mit ganz großer Wirkung.“

schl

Quelle: BGland24.de

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