Teure Investitionen an den Bahnhöfen

Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Hammerau und Piding

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Ainring - Am Donnerstag fiel der Startschuss für umfangreiche Bauarbeiten am Bahnhof Hammerau. Dort wird der Bahnübergang durch eine Fußgängerunterführung ersetzt. Der Pidinger erhält einen neuen Mittelbahnsteig: 

Mit einem offiziellen Spatenstich gaben am Donnerstag Hans Eschelberger, Bürgermeister der Gemeinde Ainring, Ralph Hößle, Geschäftsführer der Baufirma Max Aicher, Norbert Knuhr, Leiter Produktionsplanung und –steuerung bei der DB Netz AG sowie Helmut Zöpfel, Leiter des Bahnhofsmanagements Oberbayern, den Startschuss für umfangreiche Bauarbeiten am Bahnhof Hammerau.

Einerseits baut die Bahn den Bahnhof barrierefrei aus; andererseits wird der derzeitige Bahnübergang „Hain“ nach Rauchenbücheln durch eine Fußgängerunterführung in Höhe der Bahnsteige ersetzt. Beide Baumaßnahmen stehen in einem direkten Zusammenhang. Der Bahnübergang Rauchenbücheln entspricht mit seiner Umlaufsperre nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen und sorgt dafür, dass die Züge langsamer fahren müssen.

Neue Rampen und Dynamische Schriftanzeiger

Anstelle des Bahnübergangs wird etwa 150 Meter südlich beim ehemaligen Empfangsgebäude eine Fußgängerunterführung gebaut. Sie stellt nach Schließung des jetzigen Bahnübergangs die Verbindung von Rauchenbücheln zur Ortsmitte dar. Der Hammerauer Bahnhof verfügt bisher über einen Hausbahnsteig und einen Mittelbahnsteig mit Höhen unter 30 Zentimetern. Ein höhengleicher Reisendenüberweg diente bisher als Zugang zum Bahnsteig.

Im Rahmen des barrierefreien Ausbaus baut die Bahn zwei Außenbahnsteige mit Höhen von 55 Zentimetern, so dass ein stufenfreier Einstieg in die Züge der Berchtesgadener Landbahn möglich ist. Als Verbindung zwischen den beiden Außenbahnsteigen dient die neue Personenunterführung.

Um stufenfrei von der Unterführung auf die Bahnsteige zu gelangen, werden neben Treppen auch Rampen gebaut. Die neuen Bahnsteige werden mit einer Länge von 180 Metern errichtet. Sie erhalten neue Wetterschutzanlagen und Infovitrinen. Zur aktuellen Reisendeninformation werden sogenannte Dynamische Schriftanzeiger installiert. Diese verfügen über ein Display mit Laufschrift und einen Lautsprecher.

Auch der Pidinger Bahnhof wird ausgebaut

Sowohl der neue barrierefreie Bahnhof als auch die neue Unterführung kosten jeweils ca. zwei Millionen Euro. Damit investieren Bahn, Bund und Kommune rund vier Millionen Euro am Bahnhof Hammerau. Die Arbeiten sollen größtenteils bis Mitte November 2016 fertig gestellt sein. Die Inbetriebnahme der Rampen ist bis Mitte Dezember 2016 vorgesehen.

Auch in Piding wird zeitgleich der Bahnhof barrierefrei ausgebaut. Anstelle des bisherigen Haus- und Mittelbahnsteigs mit Höhen unter 30 Zentimetern errichtet die Bahn einen neuen Mittelbahnsteig mit 55 Zentimetern Höhe und 180 Metern Länge. Der barrierefreie Zugang erfolgt über einen Reisendenüberweg, der mit einer Signaltechnik gesichert ist, sowie eine Rampe zum Bahnsteig.

Auch in Piding werden neue Wetterschutzanlagen, Vitrinen sowie Dynamische Schriftanzeiger errichtet; auch die Beleuchtungsanlage wird erneuert. Die Gesamtinvestition beläuft sich in Piding auf ca. 1,5 Millionen Euro.

Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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