Gerüchte um Vollsperrung der B304: Was ist dran?

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Die Bauarbeiten für den Geh- und Radweg durch Adelstetten laufen bereits.

Ainring - Die Arbeiten für den Geh- und Radweg in Adelstetten laufen bereits, doch wird auch eine Totalsperre der B304 dabei notwendig? Mehrere Verkehrsthemen standen im Gemeinderat zur Debatte.

Die im Zuge der Errichtung des Geh- und Radweges in Adelstetten in der Bevölkerung diskutierte Totalsperre der Bundesstraße 304 für voraussichtlich zwei Monate könne seitens der CSU Ainring nicht befürwortet werden, betonte Sven Kluba. Er beauftragte deshalb die Verwaltung, nicht nur den Bauablauf beim zuständigen Staatlichen Bauamt Traunstein für die Sperrungen einzuholen, sondern sich dafür auch einzusetzen, dass die Totalsperrungen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. „Nicht nur die Anwohner von Adelstetten werden hierdurch beeinträchtigt, sondern auch ansässige Gewerbebetriebe die eine solch lange Sperrung teuer bezahlen müssen", monierte Kluba ergänzend zu seinem Antrag. 2. Bürgermeister Gerhard Kern, selbst in verantwortlicher Funktion beim Staatlichen Straßenbauamt beschäftigt, teilte mit, dass ihm von einer Vollsperrung nichts bekannt sei und ein solches Vorgehen prinzipiell nicht praktiziert werde. Die Bauarbeiten würden mit größter Wahrscheinlichkeit zur einer Einspurigkeit mit Ampelregelegung führen.

Wie Sven Kluba weiter erörterte, habe sich die CSU Ainring in den letzten Monaten intensiv mit der Zukunft der Kreuzungssituation B304 / BGL18 / Hallerstraße beschäftigt. Neben den viel diskutierten Lösungsversuchen komme für die CSU auch eine Verlegung der BGL 18 zwischen dem Kreisverkehr „Schmidinger Weiher" und dem Kreisverkehr „Freilassing Industriegebiet Süd" beim Globus in Betracht.

Die Verkehrsströme Kreisstraße 18 – BGL 304 (im Bild) und Hallerstraße in die richtigen Bahnen zu lenken ist ein Anliegen in Form von Anträgen aus den Gemeinderatsreihen der CSU-Fraktion. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

Diese Verlagerung der Verkehrsbewegungen – so Kluba – solle nicht nur die Anbindung an Freilassing verbessern, sondern vor allem eine spürbare Entlastung der Hallerstraße in Perach und Heidenpoint bringen. Außerdem könne eine zusätzliche und leistungsfähige Anbindung an den einwohnerstärksten Gemeindeort Mitterfelden sicher nur von Vorteil sein, nämlich Route Schiffmoning, Feuerwehrhaus - Mitterfelden. Diese mögliche Verbindungsstraße könne somit auch als Alternative für die Kreuzungsproblematik B 304 / BGL 18 / Hallwerstraße fungieren. Um die Sinnhaftigkeit eines solchen Vorhaben zu erfassen, möge der Gemeinderat eine Verkehrsstudie in Auftrag geben und die Ergebnisse zeitnah der Sitzungsrunde zur Beratung vorgelegt werden.

Dabei schlüsselte Kluba folgenden Fragenkatalog auf: Wie entwickelt sich der Verkehr bzw. die Verkehrsströme durch die Verlegung der Kreisstraße BGL 18? Welche Voraussetzungen sind für die Schaffung einer direkten Straßenverbindung zwischen dem Kreisverkehr „Schmidinger Weiher" und dem Kreisverkehr an der B 304 „Industriegebiet Süd" notwendig? Ist dieses Vorhaben nur im Rahmen einer Kreisstraßenumverlegung der BGL 18 möglich? Kann diese neue Verbindung auch als Staatsstraße erstellt bzw. gefördert werden? Ist für die Entzerrung der Verkehrsströme im Ortsgebiet Mitterfelden ein Anschluss der neuen Straße an Mitterfelden (Schiffmoning – Feuerwehrhaus - Mitterfelden) zielführend? Kann die Gemeinde Ainring die Straße auf eigene Kosten, also ohne finanzielle Beteiligung des Landkreises oder des Bundes, errichten? Ist bei der Verwirklichung dieser neuen Verbindungsstraße die bestehende BGL 18 zwischen dem Kreisverkehr „Schmidinger Weiher" und der B 304 aufzulösen bzw. zurückzubauen?.

Sitzungsleiter Gerhard Kern bemerkte nach diesen umfangreichen Fragen und Vorschlagspaket, dass eine solche Verkehrsstudie der Gemeinde einen Haufen Geld koste. Kluba konterte, es sollte dies in der Wichtigkeit der Verbesserung der Verkehrsströme nicht an den Finanzen scheitern, sondern - so wie vorgetragen - von der Gemeinde in Auftrag gegeben werden.

Ergänzend zum vorherigen Antrag „Umverlegung BGL 18" hatte Sven Kluba einen weiteren Vorschlag um die Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich BGL 18 und B 304 zu verbessern. Er beauftragte die Verwaltung vor einer diskutierten Errichtung einer Ampel einen möglichen und zeitlich begrenzten Probebetrieb eines Linksabbiegeverbotes aus der Kreisstraße BGL 18 zu prüfen bzw. mit der Unteren Verkehrsbehörde und dem Staatlichen Bauamt abzuklären. Auf dieser fundierten Grundlage sollte im Gemeinderat erneut beraten werden.

Klaus Kalb vom gemeindlichen Bauamt erklärte, dass das Thema im Rahmen der unlängst stattgefundenen Verkehrsschau betrachtet worden sei. „Von der zuständigen Unteren Straßenverkehrsbehörde wird ein Linksabbiegeverbot generell ausgeschlossen", so Kalb. Gerhard Kern schloss sich der Aussage des Sachbearbeiters im Bauamt an, dennoch sollte auch dieser Antrag den vom Antragsteller gewünschten Weg gehen und an die Fachbehörde weitergeleitet werde.

SPD-Fraktionssprecherin Margret Sturm-Wiersig brachte in ihrem Antrag vor, einem Teil der Familien bereite es Schwierigkeiten, während der langen Sommerferien die Kinderbetreuung für Grundschüler und Vorschulkinder zu organisieren. „Deshalb beantragen wir von der SPD, über die Schule bzw. die Kindergärten den Betreuungsbedarf festzustellen und gegebenenfalls für einen festzulegenden Zeitraum eine Ferienbetreuung einzurichten." (wir berichteten bereits über die gleiche Fragestellung in der Gemeinde Bischofswiesen) Eine Ferienbetreuung sei eine Maßnahme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und die Eltern wissen somit ihre Kinder gut aufgehoben, begründet die Fraktionssprecherin ihren Antrag. „Dafür müssen die Eltern einen Unkostenbeitrag leisten, die Durchführung kann beispielsweise an der AWO delegiert werden", so der Vorschlag von Margret Sturm-Wiersig.

schl

Quelle: BGland24.de

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