Ainring Gemeinderat berät über Schwarzbau

Fataler Bau in Eigenregie: Maschinenhalle ohne Genehmigung

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Schön gelegen, aber leider zu groß geraten und obendrein ohne Genehmigung: Diese landwirtschaftliche Maschinenhalle am Högl ist in der Gemeinde als Schwarzbau deklariert. Der nachträgliche Bauantrag fand beim Gemeinderat keine Akzeptanz.

Ainring - Eine landwirtschaftliche Maschinenhalle wurde ohne Genehmigung errichtet. Der nachträgliche Bauantrag lehnte der Gemeinderat nun ab. 

Es ist schon fatal, was sich ein Bürger der Gemeinde Ainring mit einem Schwarzbau am Högl eingehandelt hat. Was auch immer den Anwohner in Hofer 1 bewogen hat oder schlichtweg die knapp sieben Quadratmeter zu viel bebaute Grundfläche missachtete, der Ärger und zusätzlich erhebliche Kosten sind vorprogrammiert. 

Im Gemeinderat kam der vorhandene Tatbestand zur Sprache und wenn auch fünf Räte das Ganze aus einem anderen Sichtwinkel betrachteten und bei der Abstimmung sich für den Gemeindebürger entschieden, so versagte die Stimmenmehrheit (19) das nachträglich gemeindliche Einvernehmen. 

Zum Vorgang wurde erläutert, dass die Existenz einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle am Högl angezeigt und demzufolge die Baukontrolle eingeschaltet wurde. Diese stellte fest, dass die nun bestehende Maschinenhalle mit den Ausmaßen von 16 Meter x 7,55 Meter, somit eine Grundfläche von 105,95 Quadratmeter, ohne die erforderliche Genehmigung errichtet wurde

Zur planungsrechtlichen Situation wurde mitgeteilt, dass sich das Vorhaben im Außenbereich befindet und nach Paragraf 35 BauGB beurteilt wird. Sofern anerkannte Privilegierung vorliegt, wäre eine landwirtschaftliche Halle bis 100 Quadratmeter verfahrensfrei und gemäß Art. 57 der Bayerischen Bauordnung zulässig. Doch wegen der Überschreitung um 6,95 Quadratmeter sei die Maschinenhalle genehmigungspflichtig. 

Klares Zeichen: Nachträglicher Bauantrag abgelehnt

Schon im Bauausschuss wurde vorberatend nahezu von allen Mitgliedern festgestellt, dass die errichtete landwirtschaftliche Maschinenhalle an dieser exponierten Lage nicht vertretbar sei, besonders auch bezüglich ihrer „Größe und Wuchtigkeit“. Auch das Vorliegen des landwirtschaftlichen Privilegierungstatbestandes wurde kritisch gesehen. Folglich hatte der Bauausschuss dem Gemeinderat empfohlen, dem Antrag nicht zuzustimmen und das nachträgliche Einvernehmen zu verweigern. Wie eingangs erwähnt, setzten die im Rathaussaal vollzählig anwesenden Räte mit der Absage an den Bauantrag ein klares Zeichen.

schl

Quelle: BGland24.de

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