Gemeinderäte rätseln:

Sind diese Funkmasten wirklich nötig?

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Die Gemeinde soll das Rätsel der in Betrieb befindlichen bzw. nicht mehr genützten Mobilfunkantennen auf dem Dach des Wohnblocks an der Heubergstraße 6 in Mitterfelden klären. Dies erbat Gemeinderat Hans Pöllner an die Verwaltung.

Ainring - Nach Bauarbeiten an den Mitterfeldener Funkmasten stellte sich im Gemeinderat die Frage: Braucht es die Masten überhaupt noch? Auch das Baugebiet "Thundorfer Mühle" war wieder Thema.

Eine längere Themenpalette mit Neuigkeiten unterbreitete Bürgermeister Hans Eschlberger in der jüngsten Gemeinderatssitzung, wobei sich auch der eine oder andere Rat aus der Sitzungsrunde zu Wort meldete. Zunächst teilte der Rathauschef mit, dass der Reklamationsantrag zum Tagesordnungspunkt „Errichtung eines Satteldaches auf dem vorhandenem Flachdach und Ausbau von weiteren Wohnräumen im Dachgeschoss in Mitterfelden“ von den Antragstellern zurückgenommen worden sei. Es sei ganz kurzfristig eine Einigung mittels Kompromiss erzielt worden. „Eine schriftliche Erklärung über die Rücknahme wird uns zur Information nachgereicht“, sagte Eschlberger.

Das Ainringer Erlebnisbad: Sieger im BGLand24-Schwimmbadtest.

Als besonders erfreulich wertete der Bürgermeister einen Artikel im Internetportal BGLand24.de aus dem das Ainringer Erlebnisbad als Testsieger von fünf Schwimmbädern hervorgeht. Das Preis-Leistungsverhältnis habe man als sehr gut beurteilt und die Anlagen seien bestens in Schuss. Hans Eschlberger nahm dies zugleich zum Anlass eines herzlichen Dankes an den „Arbeitskreis Schwimmbad“ für deren kreativen Ideen, einbezogen ebenso das gesamte Schwimmbadpersonal, die bewährt engagierte, qualitätsbewusste und zuverlässige Arbeit leiste.

Mit Blickrichtung zu Gemeinderat Gernot Althammer, seines Zeichens auch 1. Vorsitzender des FC Hammerau, gratulierte Hans Eschlberger im Namen der Gemeinde Ainring und des gesamten Ratskollegiums der 1. Mannschaft zum Aufstieg in die Bezirksliga, komplettiert durch die 2. Mannschaft, die durch ihre Meisterschaft künftig ebenfalls künftig eine Etage höher – in der A-Klasse - spielt. Diese lobenswerten sportlichen Erfolge basieren auf eine solide, ehrenamtliche Vereinsarbeit, „für die ich mich ausdrücklich bedanken will!“, so das Gemeindeoberhaupt.

Wie er weiter erwähnte, würden in Hammerau zurzeit Grundwasserpegel installiert. Mit den Pegeln sollen die Daten der Grundwasserstände gesichert werden. Auftraggeber sei das Stahlwerk und Hintergrund für diese Baumaßnahmen seien insbesondere die geplanten Wehrerhöhung. Auch die österreichische Seite sei mit dieser Maßnahme involviert.

Bezüglich der Kreuzungsproblematik B304/Hallerstraße/BGL18 kündigte Hans Eschlberger ein Bürgergespräch an am Mittwoch, 1. Juli, um 19 Uhr, im Haus der Kultur in Ainring. Anwesend sein werde auch Herr Bambach vom Staatlichen Bauamt in Traunstein. Alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde können hierzu der Einladung Folge leisten. Die Ausgleichsfläche beim Sportplatz in Straß befindet sich im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamtes Traunstein. Nach Hinweis von 2. Bürgermeister Gerhard Kern. er ist Angestellter des Bauamtes - liege bereits ein Auftrag vor die Fläche entsprechend herzurichten. Gewünscht wird in diesem Zusammenhang von Gemeinderat Franz Eder (CSU), dass das Thema "Ausgleichsflächen" mal im Umweltausschuss mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde diskutiert werde. Zudem erbat Fraktionskollege Sepp Ramstetter als Beweismittel von der jetzigen Situation (von Franz Eder als Schandfleck in der Gemeinde bezeichnet) digitale Fotos für das Archiv zu fertigen.

Seitens des Bürgermeisters kam die Mitteilung, dass vor kurzem ein Treffen mit den Asylbewerben und dem Helferkreis an der Feuerstelle beim Dorfpark in Ainring stattgefunden habe und auch die Bevölkerung zur Teilnahme eingeladen worden sei. Der Treff, zu dem aus mehreren Gemeindeteile die Leute gekommen seien, wäre im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens gestanden. „Ich möchte dieses vorbildliche Ehrenamt mit großer Wertschätzung meinerseits und des Gemeinderates hervorheben“, konstatierte Eschlberger. In der Gemeinde Ainring - die jeweiligen Örtlichkeiten zeigte der Rathausboss auf - sind aktuell 53 Asylbewerber untergebracht. Wie er betonte, herrsche ein sehr gutes Miteinander und es sei bisher zu keinerlei unliebsamen Vorfällen gekommen. Eschlberger anerkannte mit herzlichem Dank die Tätigkeit des seit etwa einem halben Jahr tätigen und spontan sich ergebenden Helferkreises für die Hilfsbereitschaft und selbstverständlichen Einsatz.

Wegen des Baulandes für junge Familien im Baugebiet „Thundorfer Mühle“ gab Hans Eschlberger ein erklärendes Statement ab: Demnach sind in diesem künftigen Baugebiet innerhalb der Gemeindegrenzen insgesamt 19 Parzellen zu vergeben. Im ersten Schritt sollen 13 Parzellen zugeteilt werden. Von den vorgesehenen Bewerbern kommen sechs aus Thundorf-Straß, weitere drei aus dem übrigen Gemeindegebiet und vier aus Nachbargemeinden. Es stehen also noch sechs Grundstücke zum Verkauf. Bewerber könnten also nach wie vor ihr Interesse an einem Grundstück bei der Gemeinde im Rathaus melden. Als nächsten Schritt würden die verbindlichen Zusagen an die Bauwerber verschickt. Mit den Erdarbeiten und Auflastschüttungen für die Erschließung wird nach Auskunft des Bürgermeisters voraussichtlich Mitte/Ende Juli begonnen. Im Mai/Juni 2016 kann dann mit dem Bau der Ein- und Zweifamilienhäuser begonnen werden. Von Sepp Ramstetter wurde zu dieser Angelegenheit wegen seines für ihn erkennbaren Missmuts in der Bevölkerung die Bitte vorgebracht, bei der Auswahl der Bewerber und bei der Vergabe die Besitzer des Grundstückes konkreter mit einzubeziehen. Seiner Meinung erfolge dies zu wenig, denn die Auswahl solle so transparent wie möglich erfolgen. Der Bürgermeister stellte klar, dass der zuständige Sachbearbeiter fortlaufend in Kontakt mit dem Grundeigentümer stehe. „Ich möchte meine Verwaltung ganz klar in Schutz nehmen“, ließ er Ramstetter zu dessen Vorwurf wissen.

Auf der derzeit größten Baustelle in Mitterfelden an der Ludwig-Thoma-Straße entsteht tagsüber Lärm. Vor allem, wenn - wie derzeit - Stützmaßnahmen zum übrigen Wohngebiet und in Vorbereitung für die Tiefgaragen eiserne Spundwände in den Boden gerammt werden. Durch den zusätzlichen Lastkraftverkehr, der sich auch über die Heuberg- und Salzstraße hinzieht, sind auch andere Anlieger im Wohngebiet zwangsläufig betroffen Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

Gemeinderat Hans Pöllner (UBL) hatte beobachtet, dass auf dem Aicher-Wohnblock an der Heubergstraße 6, bekannt geworden durch seine Mobilfunk-Antennenanlage, Arbeiten mit einem Kran zu sehen waren. Der Meinung, es würde weitere Masten entfernt, habe sich jedoch leider nicht bestätigt. Pöllners Frage zielte darauf hinaus, wie viele Anlagen auf dem Dach noch in Betrieb seien und weshalb die Betreiber - die Rede war in erster Linie von Mobilfunkbetreiber Vodafone – sich nicht an die im Jahr 2007 mitgeteilten Laufzeiten gehalten hätten. Hans Pöllner erinnerte, dass in Bruch ja ein eigener Mast zu diesem Zweck errichtet worden sei und sicher noch Kapazitäten zur Mobilfunk-Umsiedlung vorhanden seien.

Bei der letzten Ortsbesichtigung mit dem Bauausschuss hatte Ludwig Moderegger (SPD) bei der letzten Bauausschuss-Ortsbesichtigung im Baugebiet Lattenbergstraße Feldkirchen festgestellt, dass gegenüber dem Grundstück Bayer ein verwildertes Bereich existiere, welche nicht gemäht werde. Er schlug vor, hier eventuell Besucherparkplätze zu bauen. Generell für künftige neue Baugebiete bat er darum, dass die Straßen etwas breiter gestaltet werden sollten. Eine weitere Anregung Modereggers betraf den Baulärmschutz für die Bevölkerung. Er ersuchte, dass in der nächsten erscheinenden Gemeindezeitung ein „Merkblatt zum Schutz gegen Baulärm“ veröffentlicht werde. „Viele Bürger wissen nicht, wie sie mit Baulärm von Firmen in der Mittagszeit umgehen sollen“. Konkret bezog er sich auf die derzeit größte Baustelle in Mitterfelden an der Ludwig-Thoma-Straße, wo ein Gebäudekomplex mit Tiefgarage und Mietwohnungen entsteht.

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Quelle: BGland24.de

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