Dieses Haus bleibt eine Verkehrsinsel

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Ainring - Das "Paulihaus" in Feldkirchen bleibt weiter eine "Verkehrsinsel". Den Antrag der Bewohner, eine der Straßen um das Haus zu sperren, lehnte der Bauausschuss nun ab.

Wie auf einer „Verkehrsinsel“ von Verkehrsströme aus drei Seiten umgeben ist das „Paulihaus“ in Feldkirchen. Verständlich, dass die Wohnqualität darunter leidet und deshalb die Eheleute Pauli bereits im Vorjahr einen Antrag stellten, es möge die südlich vorbeiführende Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Am 3. November 2014 hatte sich der Bauausschuss mit dem schriftlich verfassten Anliegen beschäftigt und war zu dem Entschluss gekommen, die Angelegenheit bis zur bevorstehenden Verkehrsschau zurückzustellen, welche zwischenzeitlich durchgeführt wurde.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses war die beantragte Schließung des südlichen Verbindungsstraßenstücks Gumpinger Straße – Kugelmühlstraße beim „Paulihaus“, Gumpinger Straße 18, erneut Gegenstand einer Beratung. Hierzu erörterte Verwaltungsinspektor Klaus Kalb vom gemeindlichen Bauamt, die Antragsteller wären, wenn ihrem Wunsch entsprochen würde, bereit, einen Teil des Grundstückes an der Nordseite am Dorfplatz zu tauschen. Nach Bekanntwerden des Antrages seien zwei Stellungnahmen von Landwirten eingegangen, die sich gegen die Schließung dieses Straßenstückes aussprechen. Beide befürchten mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen künftig nicht mehr ihre bewirtschafteten Grundstücke erreichen zu können.

Bei der Verkehrsschau am 22. April dieses Jahres sei aufgrund der Antragstellung die Situation vor Ort begutachtet worden. Beide Straßen, die um das Paulihaus führen, seien extrem schmal. „Es wird aus verkehrsfachlicher Sicht bezweifelt, dass bei einer Schließung der Durchfahrt die verbleibende Straße den Verkehr alleine aufnehmen kann. Weiter wurde angezweifelt, dass entsprechende Radien eingehalten werden können um 3-Achs-Lkw und landwirtschaftliche Gespanne die Durchfahrt zu ermöglichen.

Es wurde von den Verkehrsgutachtern empfohlen die derzeitige Situation nicht zu verändern“, so Klaus Kalb. Wie weiter ausgeführt wurde, seien vom gemeindlichen Tiefbauamt die notwendigen Radien untersucht worden. Bereits bei zweiachsigen Fahrzeugen komme es zu Behinderungen, bei Dreiachser sei ohne Rangieren kein Durchkommen möglich. Seitens der Verwaltung sei deshalb der Vorschlag, den Antrag der Eheleute Pauli abzulehnen. Im Zuge der Diskussion wurde von den Mitgliedern des Bauausschusses Verständnis für den Antrag der Eheleute Pauli geäußert. Da jedoch die Umsetzung dieses Antrag in die Praxis aus technischen Gründen nicht möglich ist und sich die Verkehrssituation durch den Wegfall des Verbindungsstraßenstückes Gumpinger Straße / Kugelmühlstraße verschlechtern könnte, wurde dem Antrag mehrheitlich (6:2) nicht zugestimmt.

schl

Quelle: BGland24.de

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