Musiksommer zwischen Inn und Salzach

Vokal Ensemble München zu Gast in Ainring

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Das Vokal Ensemble München

Ainring - Zum Abschluss des diesjährigen Musiksommers zwischen Inn und Salzach tritt das Vokal Ensemble München in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Feldkirchen auf. Aufgeführt wird Haydens "Hieronymus-Messe".

Die "Hieronymus-Messe" von Johann Michael Haydn ist in jeder Hinsicht ein bemerkenswertes Werk und ohne Beispiel in der Salzburger Kirchenmusiktradition. Selbst der eigentlich fast immer kritische und krittelnde Leopold Mozart war schier überwältigt von dieser Komposition seines Kollegen und auch Konkurrenten Michael Haydn. So berichtet er an seinen Sohn Wolfgang: "Was mir sonderheitlich gefiehl war, dass, da die Oboen und Fagotte der Menschenstimme sehr nahe kommen, die Tutti eine pure recht stark besetzte Vocalmusik zu sein schiene. […] die ganze Historie dauerte 5 viertel Stunde, und mir war es zu kurz, dann es war wirklich trefflich geschrieben".

Vokal Ensemble München in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Persönlich überzeugen von der einzigartigen Klangpracht dieses grandiosen und raren Werkes kann sich das Publikum am 2. Oktober um 19 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Ainring-Feldkirchen. Das renommierte Vokal Ensemble München unter der Leitung von Viktor Töpelmann führt Haydns "Hieronymus-Messe" als Schlusskonzert der diesjährigen Musiksommersaison auf. Die 25 Mitglieder des gemischten Chores sind besonders für ihre Darbietungen Alter Musik bekannt, die sie mit großer Klangintensität und Ausdrucksstärke darstellen.

Die "Hieronymus-Messe"

Michael Haydn schrieb die Missa Sancti Hieronymi für eine Festmesse im Dom zu Salzburg, wo das Werk an Allerheiligen 1777 das erste Mal erklang. Die außergewöhnlich opulente Mess-Komposition war sicherlich dem hohen Kirchenfest angemessen, doch verfolgte Haydn wohl auch persönliche Interessen. 

Im Herbst 1777 war absehbar, dass der amtierende erste Kapellmeister der Salzburger Hofmusik, Giacomo Rust, nicht mehr lange leben würde und Michael Haydn versuchte sicherlich, sich mit dieser Messe eine gute Ausgangsposition für eine eventuelle Nachfolge zu verschaffen. So widmete er die Messe dem Heiligen Hieronymus, dem Namenspatron des regierenden Erzbischofes Hieronymus Colloredo. 

Doch es war vor allem die außergewöhnliche Instrumentierung, die Aufsehen erregte: 4 Oboen, 2 Fagotte, 3 Posaunen und Bass, mehrchörig verteilt über die Balkone des Salzburger Domes, sorgten für einen prächtigen und majestätischen Klang. Umrahmt wird Michael Haydns Messe von Motetten des Wiener Hofkapellmeisters Johann Joseph Fux (1660-1741), dessen Kompositionslehrbuch Gradus ad Parnassum stilbildend für das gesamte 18te Jahrhundert war - so auch für Michael Haydn.

Karten gibt es bei Inn-Salzach-Ticket unter der Telefonnummer 01805 / 723636 und bei der Gemeindekasse Rathaus Ainring 08654/57533.

Presseinformation Musiksommer zwischen Inn und Salzach e.V.

Quelle: BGland24.de

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