Neue Ainringer Sport-Schule

Ainringer Gemeinderat will Sport-Mittelschule

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Gemeinderat und Sprecher der CSU-Fraktion Jörg Mader stellte das Konzept einer Sport- und Mittelschule Mitterfelden dem Ratskollegium und der Öffentlichkeit in der jüngsten Sitzung vor.

Ainring - In Mitterfelden soll eine Sport-Mittelschule entstehen. Das hat der Gemeinderat einstimmig befürwortet. Jetzt soll das Ganze dem Kultusministerium vorgestellt werden.

Der Ainringer Gemeinderat hat in seiner Augustsitzung das Konzept für eine Sport-Mittelschule am Standort Mitterfelden einstimmig befürwortet. Bürgermeister Hans Eschlberger kann nun mit voller Unterstützung aller Gemeinderäte dieses Konzept im Kultusministerium vorstellen. Ob daraus ein Schulversuch entsteht ist völlig offen. Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber hat bereits ihre Unterstützung signalisiert.

In zuletzt seltener Einstimmigkeit hat der Ainringer Gemeinderat über alle Parteien hinweg das Sport-Schulkonzept befürwortet, das der CSU-Fraktionssprecher Jörg Mader dem Gremium erläuterte. Durch das Absinken der Schülerzahlen auf zirka 100 Schüler in wenigen Jahren werden im gesamten Gebäude Raumkapazitäten frei, die für eine schulische Nutzung bestens geeignet sind. Bei der Ideenfindung für eine sinnvolle Nutzung haben die Gemeinderäte sowohl den Schulstandort in Mitterfelden als auch die Lage der Gemeinde Ainring analysiert und daraus das Konzept einer Sport-Mittelschule erstellt.

Vor Ort existiert bereits ein Sport-Campus mit modernen Turnhallen, Kletterwand, Kraftraum, Fußballplatz, 100m-Bahn, Mehrzweck-Hartplatz, Weitsprung, Kugelstoßen, Tennisplätzen sowie einem Schwimmbad mit Sprungturm und 50-Meter-Sportbecken. Vor allem gibt es auch entsprechende Erweiterungsflächen. In wenigen Kilometern Entfernung liegen Ruhpolding mit Biathlon und Langlauf, Inzell mit Eisschnelllauf, Königssee mit Bob, Rodel und Skeleton, die FIS-Abfahrt am Jenner, der Götschen und viele weitere international bekannte Wettkampfstätten. Sowohl die Makro- als auch die Mikrolage lassen deshalb eine schulisch-sportliche Nutzung als sinnvoll erscheinen.

So soll's funktionieren

Das pädagogische Konzept will der Gemeinderat den Fachleuten überlassen. Aber den Räten schwebt ein Ganztagsangebot vor, das den Schulabschluss als primäres Ziel hat und nebenbei sportliche Talente entdecken und fördern soll. „Mit einem fixen Sporttag pro Woche könnte man sich die Zeit nehmen, eine Sportart von allen Seiten so richtig auszuprobieren.“, meinte Mader bei der Präsentation. Dazu sollten Kooperationen mit den oben genannten Sportstätten erfolgen, damit sich auch professionelle Trainer an diesen Tagen mit den Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Abgerundet könnte das Sportangebot werden durch die Zusammenarbeit mit den gemeindlichen Sportvereinen wie den Skiclub, den FC Hammerau oder dem TuS Mitterfelden.

Der Gedanke der Ainringer Gemeinderäte ist die Etablierung einer eigenen Sport-Mittelschule, die parallel zur Mittelschule Mitterfelden betrieben wird und eine enge Verzahnung beider Schulen hinsichtlich Lehrpersonal, Raumangebot, Mittagsbetreuung und Sozialarbeit vorsieht. Zu diesem Zweck wird nun versucht, das Kultusministerium von einem Schulversuch zu überzeugen, das zu einer sprengelungebundenen Sport-Mittelschule führt. Im nächsten Schritt wird der Bedarf der heimischen Sportvereine an den Sport-Campus ermittelt und daraus dann ein Gesamtkonzept erstellt. Ob aus dieser Vision jemals Wirklichkeit wird, kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden.

Bürgermeister Hans Eschlberger möchte auch das Innenministerium einbinden, denn ein wichtiger Kooperationspartner wäre das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Mitterfelden, in dem alle bayerischen Wintersportpolizisten beheimatet sind. Neben der sportlichen Zusammenarbeit könnte hier bereits frühzeitig für Nachwuchs geworben werden. Dies gilt natürlich auch für die Bundeswehr, mit der die Gemeinde Ainring eine intensive Partnerschaft pflegt. 

Pressemeldung Gemeinde Ainring

Quelle: BGland24.de

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