Unfälle analysiert

B304 ist weiterhin ein Unfallschwerpunkt

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Ainring - Schon länger sucht man nach einer Lösung, um die Unfallzahlen auf der B304 bei Perach zu mindern. Eine Analyse des Bauamts zeigt, dass das auch nötig ist:

Seit einigen Wochen wird in der Gemeinde Ainring heftig um eine mögliche Ampel auf der Bundesstraße B304 bei Perach an den Einmündungen der BGL18 und der Hallerstraße diskutiert, vor allem weil es Ungereimtheiten bezüglich eines tatsächlichen oder angeblichen Unfallschwerpunktes gab.

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Jetzt hat das Staatliche Bauamt aus Traunstein gemeinsam mit der Polizei und der Verkehrsbehörde die aktuelle, amtliche Unfalltypensteckkarte der Jahre 2012 bis 2014 erhalten und den Ausschnitt der B304 in Ainring veröffentlicht: Der Streckenabschnitt wurde erneut als sogenannte Unfallhäufung mit der Nummer 23 ausgewiesen! Die Unfallkommissionen werden in den nächsten Wochen alle Unfallhäufungen des Landkreises Berchtesgadener Land analysieren und entsprechende Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit machen.

Unfallzahlen zeigen eindeutiges Bild

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Seit einigen Monaten wird nun schon in der Gemeinde Ainring aber auch in den Nachbarkommunen diskutiert, ob der vom Staatlichen Bauamt aus Traunstein präsentierte Vorschlag einer Ampel an den Einmündungen der Hallerstraße und der Kreisstraße BGL18 in die B304 bei Perach zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auch die richtige Lösung darstellt.

Zweifel gab es dabei auch immer wieder an den Unfallzahlen bei den angesprochenen Einmündungen. Gerade auch die Aussagen der Polizeiinspektion in Freilassing, die für die Aufnahme der Unfälle vor Ort zuständig ist, haben die Unklarheiten nicht bereinigen können. Es stimmt natürlich, dass im ersten Halbjahr des Jahres 2015 "erst zwei Unfälle" registriert wurden, allerdings wird bei der analytischen Unfallbetrachtung immer ein Zeitraum von drei Jahren zu Grunde gelegt, und dieser ist für die aktuelle Unfalltypensteckkarte der Zeitraum 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2014. Die beiden bisher registrierten Unfälle und alle weiteren zählen demnach zu dem nächsten Betrachtungszeitraum der Jahre 2015-2017.

Fachleute der Unfallkommission suchen nach Lösungen

Wie der Kartenausschnitt zeigt, erstreckt sich die Unfallhäufung Nr. 23 – so der Fachbegriff – von der Einmündung der Hallerstraße bis zur Einmündung Bruch und Römersiedlung nach der Eisenbahnunterführung. Die unterschiedlichen Farben zeigen verschiedene Unfallursachen, die unterschiedliche Größe der Punkte weist dabei auf die unterschiedliche Unfallschwere hin.

An den Fachleuten der Unfallkommissionen liegt es in den kommenden Wochen, diese Unfallhäufungen landkreisweit zu analysieren und typische Ursachen herauszufinden, um entsprechende Lösungen zu erarbeiten. Diese können dann verkehrsrechtlicher (z.B. Beschilderung, Markierung) oder baulicher Art (Umbau) sein, manchmal müssen die Verkehrsteilnehmer auch durch vermehrte Überwachung (Polizeikontrollen) zu einem besseren Verkehrsverhalten "überzeugt" werden.

Wegen der Einmündungen in die B304 bei Perach wird in den kommenden Monaten wohl noch Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen. Eins ist jedoch klar: die Unfallzahlen zeigen ein eindeutiges Bild und mit Lösungen, die erst in vielen Jahren ihre Wirksamkeit entfalten können ist den Verkehrsteilnehmern nicht geholfen!

Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Staatliches Bauamt Traunstein

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