Parkplatzsperre zu Ende! Berger rudert zurück

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Die Parkplatzblockade hat wieder ein Ende. Auf Bergers Grund an der Ulrichshögler Straße kann wieder geparkt werden.

Ainring - Genau zwei Monate lang blockierte der "Singende Wirt" Thomas Berger die Parkplätze an der Ulrichshögler Straße mit Brettern. Nun gab er wieder klein bei - auch aus Eigennutz.

Die im Dezember vergangenen Jahres vorgenommene drakonische Sperre von Parkflächen in Ainring im Bereich des Ainringer Dorfparks auf Veranlassung des Grundbesitzer Thomas Berger hatte natürlich für Gesprächsstoff und Diskussionen gesorgt. Doch nun bietet sich wieder ein ganz anderes Ortsbild. Bis auf wenige Meter Bretterzaun im östlichsten Bereich, auf der durch gepflanzte und leider nicht mehr vorhandene Bäume sowieso keine Parkmöglichkeit bestand, ist nun der „Mauerfall" – wie er von der Ainringer Einwohnerschaft mit hintergründigem Humor bezeichnet wird - vonstatten gegangen.

So sah es Mitte Dezember an gleicher Stelle noch aus. Zum Vergrößern bitte hier klicken.

Es sind nun jene hinderliche Holzstapel vom Grundeigner beiseite geräumt worden, die bisher das Abstellen der Fahrzeuge für die Öffentlichkeit unmöglich gemacht haben. Damit ist scheinbar wieder Normalität in Ainring eingekehrt. Vor allem am vergangenen Sonntag, als viele auswärtige Besucher über den Kreuzweg auf den Ulrichshögl wanderten, konnten den freigegebenen Parkplatz nutzen und spielten damit auch dem Verursacher der bisherigen Sperre quasi in die Karten. Ein Großteil der Ausflügler hat nämlich bei dem wunderbar sonnigen Winterwochenende und dem genossenen Ausblick nach Salzburg auch die Einkehr in dessen Ulrichshögler Gaststätte weidlich genossen.

Das steckte hinter der Parkplatzblockade:

Über die Hintergründe informierte Thomas Berger, trotz seines am Faschingsdienstag gefeierten 55. Geburtstag:

„Ich darf mitteilen, dass mich Herr Bürgermeister Hans Eschlberger sowie Herr Pfarrer Wernher Bien, nicht zuletzt meine Frau Eva-Maria dazu bewegt haben, das Bauholz vom Parkplatz Ainringer Hof wegzuräumen. 17 Jahre habe ich das Grundstück der Öffentlichkeit ohne Pachtzins oder Sonstiges zur Verfügung gestellt. Vom 5. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015 waren unsere Parkplätze nicht verfügbar. Ist das ein Verbrechen? Ich wollte ein Zeichen setzen, dass man mit uns nicht so umgehen kann. Was mich dazu bewegt hat, das Bauholz hier abzustellen, weiß mittlerweile jeder und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass ich ein Zeichen gesetzt habe, dass die Familie Berger von diesem Grundstück Grundstückseigentümer ist und alle davon profitieren. Letzten Sonntag konnte man beobachten, wie wichtig diese Parkplätze sind.

Eine Aussprache mit Bürgermeister Eschlberger hat letztendlich dazu geführt, dass wir wieder auf dem ursprünglichen Stand sind. Ich hoffe aber auch, dass die Abmachungen, die wir leider nur mündlich mit der Gemeinde getroffen haben, in Zukunft eingehalten werden und nicht vergessen wird, dass auch wir eine Metzgerei haben und eine Gastwirtschaft betreiben.

Meine Meinung zum Ökonomiegebäude Pfarrhof war deutlich. Mittlerweile glaube ich sagen zu können, dass wir einen Saal mit 150 Sitzplätzen für drei bis vier Millionen Euro nicht brauchen. Wir haben das Kulturhaus mit 150 Sitzplätzen, im Rupertihof ein Lokal mit 200 Sitzplätzen und einen Saal mit 400 Sitzplätzen.

Mein Ziel ist ganz einfach ein Veranstaltungssaal auf dem Neuwirtsgelände. Ein Saal mit einer Größe, wie wir ihn brauchen, mindestens 400 bis 500 Sitzplätze, abtrennbar und für jede Hochzeit und Großveranstaltung geeignet. Viel Holz, große Fenster, gemütlich und in Nähe des Rupertihofes.

Der Rupertihof, Pension Schaider, Gästehaus und Chaletdorf – wir in Ainring haben hier in nächster Nähe fast 600 Betten von drei bis fünf Sterne Ausstattung. Welche Gemeinde hat das im Landkreis zu bieten?. Zu Fuß nur drei Gehminuten und man ist beim Veranstaltungssaal (Neuwirtsgelände). Die Grundstücksverhandlungen mit der Brauerei Wieninger sind abgeschlossen und wir sind uns einig. Mein Traum ist und bleibt, beim Neuwirt ist der richtige Platz für einen großen Saal, keine Parkplatz- und Zufahrtsprobleme, Immissionsschutz usw., nach meinen Erfahrungen alles kein Problem. Genug Platz für Autos, Feuerwehr usw. Ich hoffe, dass irgendwann der Gemeinderat dieses Angebot annimmt."

schl

Quelle: BGland24.de

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