Fußballer des SC Anger zieht vor Gericht

Brutalo-Foul: "Mein Unterschenkel brach noch in der Luft!"

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Anger/München - Über 20 Jahre spielte Fabian R. aktiv Fußball beim SC Anger - bis seine Karriere Ende März 2015 durch ein brutales Foul ein abruptes Ende fand! R. verklagte seinen Gegenspieler - und nun sahen sich die Kontrahenten vor Gericht wieder:

Wie die Münchner tz berichtet, hallte das "grausige Knacken" damals über den ganzen Sportplatz. Der 29-jährige R. wurde bei einem Kreisliga-Spiel (1:2) kurz vor dem Schlusspfiff von seinem Gegenspieler umgegrätscht und dabei heftig am Unterschenkel getroffen. Das Fußgelenk wurde dabei total verdreht. "Ich stand quer zum Ball, als er mich getreten hat. Mein Unterschenkel brach noch in der Luft. Ich hatte furchtbare Schmerzen", erzählte er der tz. Mit dem Notarzt wurde R. in die Klinik eingeliefert, wo die furchtbare Diagnose gestellt wurde: Schien- und Wadenbeinbruch!

Sein Gegner erhielt für das Brutalo-Foul zwar die Rote Karte und wurde auch drei Spiele gesperrt, aber für Fabian R. folgte eine wahre Odyssee: Er musste operiert werden, war anschließend vier Monate krank geschrieben und als Konstrukteur konnte er seither nicht mehr arbeiten. Erst vor einigen Tagen wurden die Schrauben aus dem Bein entfernt.

Prozess hat begonnen

Deswegen hat R. seinen Gegenspieler verklagt. Es geht um Schmerzensgeld und Schadensersatz - insgesamt um rund 10.000 Euro. Außerdem will R., dass sein Gegenspieler für mögliche Folgeschäden aufkommt. Am Mittwoch hat der Prozess vor dem Oberlandesgericht in München begonnen. "Ich sehe es nicht ein, dass man im Hobbysport so brutal einsteigt", begründet er seine Entscheidung.

Die Beteiligten haben auch schon die ersten Aussagen gemacht. "Ich wurde äußerst roh und rücksichtslos gefoult. Das war eine übertriebene Attacke", sagte Fabian R. vor Gericht. Sein Gegenspieler sah dies anders und sprach von "einem unglücklicher Zusammenstoß": "Ich war noch vor ihm am Ball, erst danach sind wir zusammengeprallt. Mich trifft keine Schuld." Was nun stimmt, muss der Richter klären, dem die Szene auch auf Video vorliegt.

tz/mw

Quelle: BGland24.de

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