Das passiert mit den 144 neuen Flüchtlingen

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Laufen/Freilassing - Insgesamt 144 Asylbewerber wurden am Wochenende in die Notunterkünfte einquartiert. Wie geht es mit den Flüchtlingen weiter? An wen können sich Helfer richten?

Syrien, Afghanistan, Albanien, Nigeria, Eritrea, Somalia, Uganda, Senegal, Pakistan, Sierra Leone - die Liste ihrer Herkunftsländer ist lang. Insgesamt 144 Flüchtlinge erreichten am Samstag aus der Münchner Bayernkaserne den Landkreis. Derweil sind sie in Notunterkünften in Laufen und Freilassing untergebracht: 94 in der Turnhalle des Rottmayr-Gymnasiums und 50 in der Turnhalle der Knaben-Realschule. Ehrenamtliche des Roten Kreuzes aus dem ganzen Landkreis bereiteten noch am Freitag die Unterkünfte vor.

Fotos: Ankunft und Verpflegung der Flüchtlinge

Höchstens sechs Wochen in der Region

Vier bis sechs Wochen werden die Asylbewerber derweil in Laufen und Freilassing bleiben. Die Turnhallen dienen schließlich nur als Ernstaufnahmeeinrichtungen. Anschließend werden sie über das ganze Bundesgebiet verteilt - dezentral und in Gemeinschaftsunterkünften. Bei der Eingangsuntersuchung durch Gesundheitsamt, BRK und Malteser musste nur ein Flüchtling wegen einer Hauterkrankung zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Sowohl in Laufen, als auch in Freilassing kümmert sich auch jeweils eine Vollzeitkraft um die Asylbewerber. Großteils sind es Erwachsene, die wenigen, theoretisch schulpflichtigen Kinder sind aber noch nicht in Deutschland gemeldet - daher kommt Unterricht noch nicht in Frage. Auch viele Ehrenamtliche kümmern sich um die Flüchtlinge, es werden erste Deutschkenntnisse vermittelt: "Das ist ein ganz brutaler Aufwand für die vielen Helfer", so Freilassings Bürgermeister Flatscher.

Kontaktmöglichkeiten für freiwillige Helfer

Ausweichmöglichkeiten für den Sportunterricht der Schüler in Laufen und Freilassing gibt es, jedoch kann es vorübergehend natürlich zu Engpässen kommen. Vor allem der Abiturfeier in Laufen könnte die schnelle Ankunft der Flüchtlinge in die Quere kommen: Sie war in der Turnhalle des Rottmayr-Gymnasiums am 26. Juni geplant. Falls die Halle noch belegt sein sollte, will man in die Salzachhalle ausweichen.

Wer in Laufen oder Freilassing helfen will, sollte sich am besten direkt mit den Zuständigen vor Ort in Verbindung setzen: Sabine Klinger vom Sozialamt in Laufen (Telefon 08682/898716) und das "Kontakt" in Freilassing, Ansprechpartner Michael Schweiger (Telefon 08654/774576).

xe

Quelle: BGland24.de

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