BLB rollt wieder

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BLB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann versucht alles, um den Betrieb in Gang zu bekommen.

Berchtesgadener Land - Während Stadler Rail alles daran setzt, die geforderten Nachweise für die EBA-Zulassung zu erbringen, arbeitet die Berchtesgadener Land Bahn an der Verbesserung des Ersatzkonzeptes.

Ab Samstag gibt es wieder einen durchgängigen Zugverkehr bis Berchtesgaden. Der Schienenersatzverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden entfällt. Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Bahn, freut sich, den Zugverkehr zwischen Freilassing und Berchtesgaden wieder aufnehmen zu können: „Über gute Kontakte ist es gelungen, einen Triebwagen aus Niebüll (Friesland) und ein Triebwagen aus dem Westerwald zu leihen.“ In beiden Fällen änderten die Betreiber ihr Betriebskonzept, um der Berchtesgadener Land Bahn aushelfen zu können. „Innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen haben wir alles daran gesetzt, den Zugverkehr wieder bis Berchtesgaden aufzunehmen. Leider können wir in den Ersatzfahrzeugen nicht den Komfort eines FLIRT bieten und ersuchen um Verständnis“, so Schuchmann weiter.

Einzige elektrisch betriebene Steilstrecke in Deutschland mit getrennter Verantwortung für Betrieb und Infrastruktur

Da die Berchtesgadener Land Bahn eine Steilstrecke mit einer Höhendifferenz von 230 m zwischen Bad Reichenhall und Hallthurm aufweist, darf sie nicht jeder Zug befahren. Die Strecke steht im Eigentum der DB Netz AG, daher ist eine eigene „Steilstreckenzulassung“ durch den Infrastrukturbetreiber DB Netz AG nötig. Bei einem integrierten Betreiber, der auch die Verantwortung für die Infrastruktur hat, entfällt diese Steilstreckenzulassung. „Unter diesen Voraussetzungen und der Tatsache, dass auch eine Reihe andere Bahnbetreiber von Zulassungsproblemen betroffen sind, sind geeignete Ersatzfahrzeuge in Deutschland Mangelware“, ergänzt Schuchmann.

Beispielsweise benötigt die DB ihre Fahrzeuge zur Kompensation im Augsburger Netz und bei der S-Bahn Berlin. Daher kann die DB kein Ersatzfahrzeug zur Verfügung stellen. Auch bei der Eurobahn (Keolis Deutschland) wurde ein Ersatzkonzept ausgearbeitet, da 14 von 18 neuen Fahrzeugen noch nicht zugelassen sind.

Geschulte Mitarbeiter werden geliehen

In den nächsten Wochen pendeln deshalb mehrere Triebwagen und ein lokbespannter Zug. Dieser führt an beiden Enden Lokomotiven, da ein Wenden in Freilassing nicht möglich ist und Steuerwagen ebenfalls nicht verfügbar sind. Für das neue Zugmaterial müssen auch entsprechend geschulte Lokführer aus ganz Deutschland ausgeliehen werden. "Wir haben erheblichen Aufwand getätigt und scheuen keine Kosten, um die zweite Phase des Ersatzkonzeptes für unsere Fahrgäste zu realisieren."

Einsatz von Schaffnern hat sich bewährt

„Der Start, den wir hatten, war weder für Fahrgäste noch für unsere Mitarbeiter wünschenswert. Es hat sich aber deutlich gezeigt, wie wichtig Zugbegleiter in dieser Situation sind. Sie geben die notwendigen Auskünfte und ergänzen damit die üblicherweise verfügbaren Informationsmedien, wie Aushänge, Flugblätter und Ansagen. Darüber hinaus setzen wir seit Betriebsaufnahme täglich zwei Standposten zusätzlich ein, die den Fahrgästen zur Verfügung stehen. Sie helfen beim Einsteigen, beim Umsteigen mit Gepäck, in Notfällen und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung“, so Schuchmann abschließend.

Pressemitteilung BLB

Alles weitere zur BLB finden Sie hier.

Quelle: BGland24.de

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