Frau mit Charisma

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"Wir haben großes Glück mit Barbara Lochbihler eine außerordentlich charismatische Frau in Brüssel zu haben", freut sich Marie-Luise Thierauf (l.).

Berchtesgadener Land - Die Grüne Europaabgeordnete Barbara Lochbihler hat das Berchtesgadener Land besucht und neben brisanten bayerischen Themen auch zahlreiche internationale Aufgaben erörtert.

Barbara Lochbihler ist durchaus bewusst, dass die meisten Menschen wenig Interesse an der Politik haben, die weit weg in Brüssel und Straßburg gemacht wird. „Dabei hat diese Politik sehr viel Einfluss auf unser Leben vor Ort. Die Finanzkrise macht das leider sehr deutlich.“

Sie hat viel Verständnis dafür, dass die Menschen wenig davon halten für andere Länder zu zahlen, „aber wenn wir das nicht machen, hat das unabsehbare, negative Folgen.“ Um das Vertrauen der Wähler wieder zu gewinnen, darf beispielsweise „die Beteiligung der Banken nicht auf 2013 verschoben werden, sondern muss sofort beschlossen werden. Diese Krise ist eine historische Herausforderung, bisher hat man sie nicht ansatzweise im Griff,“ schiebt sie nach.

Auf die Frage von Christian Demmelmeier, OV-Vorsitzender aus Laufen, bestätigt Lochbihler die enge Zusammenarbeit mit der grünen Fraktion in München. Zu dem für Bayern so wichtigen Thema EU-Agrarpolitik beispielsweise finden momentan intensive Gespräche mit der bayerischen Fraktion statt. Gerade jetzt konnten sich die Grünen aus Deutschland und Frankreich in diesem Bereich mit einigen Punkten durchsetzen.

Die Förderung kleiner bäuerlicher Betriebe ist Deutschland und Frankreich gleichermaßen wichtig. Bis 2013 soll die Landwirtschaft neu geregelt werden. „Wir arbeiten hier zusammen mit den französischen Grünen gegen den Widerstand der CDU/CSU und anderen konservativen Europäern intensiv daran, die Landwirtschaft nicht den Agrarriesen zu überlassen. Den Bauern muss z. B. die Möglichkeit gegeben werden ihre qualitativ hochwertigen Produkte regional zu vermarkten. Zudem erfüllen die Bauern ja auch noch einen wichtigen Teil der Landschaftspflege, bäuerliche Landwirtschaft ist ein Kulturgut, für das wir Grüne kämpfen!“

Über die Frage von Elisabeth Hagenauer, Stadträtin in Freilassing, wie sich Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber als Entbürokratisierer mache, kann sie nur lächeln: „Da merkt man gar nichts!“

Lochbihler besticht nicht nur durch Kompetenz in Sachen Europapolitik. Ihr Wissen als engagierte Menschenrechtlerin ist beeindruckend. Als ehemalige Generalsekretärin von Amnesty-International war es nahe liegend, dass sie in Brüssel entsprechende Ressorts übernahm. So ist sie Vorsitzende der Iran-Delegation des Europäischen Parlaments, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Menschenrechte - Förderstiftung amnesty international, Mitglied im Koordinierungskreis des Forums Menschenrechte und im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte sowie Mitglied im Beirat des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).

Von Ilse Fegg darauf angesprochen, berichtet sie unter anderem über die EU-Grenzagentur Frontex, über die katastrophale Lage von Asylanten in den Auffangländern im Mittelmeerraum und den teils menschenunwürdigen Bedingungen bei uns, über schwierige Verhandlungen mit dem Iran für die Einhaltung von Menschenrechten, über Medienfreiheit in Thailand und die katastrophalen Lebensbedingungen von Frauen in Afrika, insbesondere in Kriegsgebieten. Nachdenklichkeit macht sich breit in der Runde bei der anschließenden Diskussion darüber, wie sehr unsere Politik, aber auch unser Lebensstil Mitverantwortung dafür tragen. „Es schadet keinem, sich dieser Verantwortung hin und wieder bewusst zu werden,“ so Marie-Luise Thierauf aus dem Kreisvorstand BGL und „wir haben großes Glück mit Barbara Lochbihler eine außerordentlich charismatische Frau in Brüssel haben, die sich nicht nur zu Wahlkampfzeiten bei uns sehen lässt. Wir freuen uns wirklich sehr über den engen Kontakt zu ihr.“

Pressemitteilung Grüne/Bürgerliste Freilassing

Quelle: BGland24.de

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