Demonstrationen verlaufen bisher friedlich

'Wir sind Grenze' marschiert Richtung Salzburg

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Wie beim ersten Mal im Oktober vergangenen Jahres, haben sich auch diesmal hunderte Einheimische zur Gegendemonstration formiert.

Freilassing - Die Flüchtlingssituation sorgt auch heute wieder für Demonstrationen in Freilassing. Das Bündnis 'Freilassing setzt Zeichen' zeigte mit Musik und Rednern, dass es bunt und weltoffen ist. Die identitäre Bewegung 'Wir sind Grenze' marschiert Richtung Salzburg.

Update, 13.15 Uhr:

Mit Gesang und Rednern hat das breite Bündnis 'Freilassing setzt Zeichen' für Solidarität statt Ausgrenzung demonstriert. Rund 200 Anhänger sollen sich laut Augenzeugenberichten am Rathaus in Freilassing versammelt haben.

In etwa genauso viel haben sich um 13 Uhr schräg gegenüber in der Martin-Oberndorfer-Straße formiert. Die identitäre Bewegung 'Wir sind Grenze' marschiert von dort in Richtung Grenze.

"Unsere Aufgabe ist es, zu verhindern, dass beide Gruppierungen aneinander geraten", erklärte Polizeisprecher Andreas Guske gegenüber BGLand24. Bisher scheint es diesbezüglich aber keine Probleme zu geben.

Vorbericht:

Drittes Demonstrations-Wochenende in Freilassing

Zum dritten Mal treffen in Freilassing rechte Demonstranten auf ein breites Bündnis für Fremdenfreundlichkeit.

'Wir lassen nicht zu, dass Fremdenfeindlichkeit geschürt wird und rufen wieder in einem breiten Bündnis zu einer Gegenkundgebung auf! GRENZENLOS SOLIDARISCH STATT AUSGRENZEND UND MENSCHENFEINDLICH!', heißt es in einem

Aufruf des Bündnisses 'Freilassing setzt Zeichen'

. Das breite Bündnis ist ein Zusammenschluss aus Oberbayrischen und Salzburger Organisationen und AktivistInnen. 'Wir stellen uns entschlossen dem Aufmarsch der Rechtsextremen am 9.1. entgegen, denn wir wollen in einer Zivilgesellschaft leben, die bunt und weltoffen ist!'

Die Kundgebung von 'Freilassing setzt Zeichen' beginnt am Samstag um 12 Uhr am Rathausplatz in Freilassing.

Demonstrationsmarsch zur Grenze

Eine Stunde später marschiert dann die identitäre Bewegung 'Wir sind Grenze' von der Martin-Oberndorfer-Straße in Richtung Grenze.  Sie will auch im neuen Jahr gegen die 'katastrophale Grenzpolitik der politischen Entscheidungsträger auf die Straße gehen'. 'Die Invasion nach Deutschland und Europa ist ungebrochen und bisher ist von Seiten der Politik kein Entscheidung- und Gestaltungswille erkennbar, der dem faktischen Gesetzesbruch in der Asylpolitik Einhalt gebieten könnte', heißt es von Seiten der Bewegung.

Für Flatscher sitzen die Ansprechpartner in Berlin

Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher äußerte sich dazu deutlich: "In dieser Region ist Freilassing eine vielseitige Stadt. Hier leben Menschen aus achtzig Nationen friedlich zusammen. Deshalb weisen wir auch jeden Versuch, unseren Heimatort als Schaubühne für extreme politische Agitationen zu missbrauchen, mit aller Deutlichkeit zurück. Undemokratische und intolerante Parolen sind gerade für unsere Stadt nicht angebracht." Er hat auch eine klare Bitte an die Demonstranten: "Demonstrieren Sie bitte dort, wo die Menschen sitzen, die Sie erreichen wollen und die Ihnen zuhören sollen."

cz

Quelle: BGland24.de

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