Fluglärmkommission tagte in Freilassing

„Es ist wichtig, dass die große Politik uns unterstützt!“

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Freilassing/Salzburg - Die Fluglärmkommission für den Flughafen Salzburg gibt es bereits seit über 40 Jahren. Die Sitzungen finden turnusmäßig zwei Mal jährlich statt. Die Sitzung diese Woche war bereits das 55. Treffen der österreichischen und deutschen Ministerien, den Flughafenvertretern, den Anrainergemeinde-Vertretern und der für Flugsicherung zuständigen Stellen beider Staaten.

Daneben haben aber auch der Schutzverband Rupertiwinkel und verschiedene Experten einen Sitz in der Fluglärmkommission. Dass ein solches Zusammentreffen stattfinden muss, ist im Fluglärmschutzgesetz geregelt. Ebenso heißt es hier, dass die Treffen in nichtöffentlicher Sitzung abzuhalten sind.

Auch in der Sitzung am Dienstag standen wieder die Flugspuren, die Richtungsverteilungen bei den An- und Abflügen sowie die zu häufigen Betriebszeitenüberschreitungen auf der Tagesordnung. Erstmalig wurde die Sanierung der Salzburger Start- und Landebahn besprochen. Die deutsche Seite regte im Sommer, nach Bekanntwerden der Sanierungspläne, eine Drehung der Bahn um wenige Grad an, um die Einwohner auf der deutschen Seite zu entlasten.

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„Es ist wichtig, dass die große Politik uns unterstützt!“ so der Kommissionsvorsitzende, Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher. Gemeint ist damit das Spitzengespräch in Wien, an dem im vorigen Monat deutsche und österreichische Vertreter aus Ministerien, Politik und dem Schutzverband Rupertiwinkel teilnahmen. Das Resultat aus dem Treffen war, dass ein gemeinsamer technischer Ausschuss gebildet wurde, der nun technische Vorschläge zur Situationsverbesserung erarbeiten soll. Die Vertreter der deutschen Seite zeigen sich daher zuversichtlich, dass ab Frühjahr 2017 spürbare Erleichterungen eintreten können.

Etliche der Themen, die in der Kommissionssitzung behandelt wurden, werden von dem technischen Ausschuss zu bearbeiten sein. So zum Beispiel die die bessere Nutzung von Starts nach und Landungen von Süden, hier müssen noch bessere technische Voraussetzungen geschaffen werden. Das Ziel ist von der Fluglärmkommission vorgegeben: die gerechtere Verteilung der An- und Abflugrichtung. Das 14-Punkte-Programm der Austro Control, das schon einige Vorschläge zur Verbesserung der Situation für die Bevölkerung enthält, wird ebenfalls Bestandteil auf der Tagesordnung des technischen Ausschusses sein. Eine Umsetzung des 14-Punkte-Programms erfolgte bisher noch nicht. Laut Austro Control soll es als Gesamtpaket umgesetzt werden.

Moniert wurden in der Kommissionssitzung die Schulungsflüge, die entgegen der Aussage der Austro Control, doch immer wieder das Ainringer Gebiet betreffen.

Erfreulich war zu hören, dass die schon länger geforderte Abschaffung der PEREX Route, bei der Freilassing quasi umrundet wird, im November dieses Jahres erfolgt.

Eine Arbeitsgruppe der Kommission befasste sich mit der Bereitstellung von Daten für die Öffentlichkeit. Hier konnte von etlichen Verbesserungen berichtet werden, die Daten werden genauer und umfangreicher auf den Internetseiten des Flughafens und des BBFS dargestellt.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

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