Angst um Finanzmittel für Badylon-Neubau

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Freilassing - Das Eisen "Badylon-Neubau" bleibt heiß: München versprach Förderungen bis zu 100 Prozent - doch ist darauf Verlass? Derweil werden die Pläne konkreter, der Wohnmobilstellplatz soll weg.

Bis zu 100 Prozent Förderung für den Badylon-Neubau versprach die Regierung von Oberbayern. Bei geschätzten Kosten von etwa 30 Millionen Euro wären die Mittel von Bund und Freistaat auch notwendig, Freilassing selbst könnte sie wohl nicht schultern. Die Planungen für den Neubau schreiten voran, kürzlich entschied man sich für einen Vorentwurf eines Architekturbüros. Was, wenn München mit seinen Finanzzusagen jetzt einen Rückzieher machen würde?

"Nicht, dass uns der Haushalt um die Ohren fliegt"

"Eine einhundertprozentige Förderung wurde immer in Aussicht gestellt, aber eine schriftliche Zusage der Regierung fehlt! Wie viel Abweichung sollte die Stadt einrechnen? Nicht, dass uns bis 2020 der Haushalt um die Ohren fliegt", hieß es in einem Antrag der FWG/Heimatliste auf der Stadtratssitzung vom Montag. Man sollte von der Regierung von Oberbayern lieber eine schriftliche Zusage über die Förderung einholen. "Wir haben einfach Angst, dass wir in Teilen oder gar nicht gefördert werden. Auch beim Bau des alten Badylon wurde plötzlich für ein Jahr unterbrochen, weil kein Geld mehr da war", so Stadtrat Fritz Braun. Der Neubau soll bis 2019 stehen.

Eins stellten Bürgermeister Flatscher und Verwaltung von Vornherein klar: Die Regierung kann erst eine schriftliche Förderzusage geben, wenn aus Freilassing auch der Vorentwurf für den Neubau vorliegt. Bis Ende Juni soll dies noch geschehen: "Eine Kostenzusage ohne Entwürfe und Unterlagen? Das wäre von einer Behörde gar nicht erfüllbar", meinte daraufhin beispielsweise Stadtrat Wolfgang Krämer.

Mit 100 Prozent kann nicht gerechnet werden

Doch die Verwaltung machte auch klar: Mit 100 Prozent darf man in Freilassing nicht rechnen. Geld fließt nämlich nur für die Wiederherstellung eines bestimmten Objekts - also für ein gleiches, oder gleichwertiges Badylon. Alles was darüber hinausgeht oder woraus sich Gewinn erwirtschaften lässt, muss die Stadt selbst finanzieren. Auf ein geplantes kleines Blockheizkraftwerk, ans Badylon angeschlossen, wird dies wohl zutreffen. Stadtkämmerer Rehrl geht deswegen davon aus, dass man "nur" 90 bis 95 Prozent der Neubaukosten erstattet bekommt.

Fest steht: Erst muss der Architektenplan des Büros "Löweneck und Schöfer" nach München, dann kann die Zusage kommen. Mit den Gegenstimmen der FWG/Heimatliste wurde es daher abgelehnt, jetzt schon die schriftliche Zusage der Regierung von Oberbayern einzufordern.

Gastronomie, kein Automat

Einig war man sich dagegen in zwei weiteren Punkte, die sich rund ums Badylon drehen: Es stand zum Debatte, ob im Foyer des neuen Badylon eine kleine Gastronomie angeboten werden soll oder ob die Gäste nur von einem Automaten bedient werden. Bei der Automatenlösung wäre das Erscheinungsbild natürlich nicht das Beste, auch eine gewisse "Gastlichkeit" würde fehlen. Klar sprachen sich die Stadträte für eine kleine "Café-Snackbar" aus, die allen zur Verfügung stehen sollte, auch den Sportlern auf den Außenanlagen. Mit 250.000 Gästen rechnet man jährlich, etwa zur Hälfte je Badegäste und andere Sportler.

Ende für Wohnmobilstellplatz

Und noch eins ist fix: Mit dem Badylon-Neubau verschwindet auch der Wohnmobilstellplatz an der Einfahrt zum Badylon-Gelände. Zuerst würde der Platz von den Bauarbeitern gebraucht und schließlich taucht das Wohnmobilgelände auch gar nicht mehr im Plan der Badylon-Architekten auf. An anderer, geeigneter Stelle außerhalb des Badylons soll dagegen ein neuer Platz gefunden werden.

xe

Quelle: BGland24.de

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