Diskussionen im Stadtrat

Freilassing braucht mehr und mehr Platz

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Das städtische Grundstück an der Peterskirche in Salzburghofen könnte schon bald verkauft und bebaut werden.

Freilassing - Die Stadt wächst und wächst. Der Stadtrat beschäftigte sich mit mehreren Freilassinger "Expansionen": Unter anderem könnte der Salzburghofer "Dorfplatz" bald verbaut werden.

Eine große Grünfläche, mitten in Salzburghofen - geht es nach den Grünen, wird das Grundstück zwischen Laufener und Petersweg bald an den meistbietenden verkauft und bebaut. Die Stadt Freilassing braucht wohl mehr und mehr Platz. Bei der Stadtratssitzung am Dienstag wurde dies einmal mehr klar.

Meßnergrundstück Salzburghofen

667.800 Euro - um diesen Betrag ließe sich laut den Grünen die Stadtkasse aufbessern, wenn man das Meßnergrundstück an der Peterskiche verkauft: "Bei unserer momentanen Haushaltslage sind diese Einnahmen notwendig", so Wolfgang Hartmann. Seit 2003 liegt die Fläche brach. Immer wieder gab es Interessenten, doch das wertvolle Grundstück mitten im historischen Salzburghofen wollte man nicht zu schnell verschachern: "Wir stellen uns möglichst Wohnbebauung vor", so die Grünen - doch sollte man das Grundstück überhaupt verkaufen?

"Das ist der Dorfplatz von Salzburghofen, da fühlen sich die Leute wohl", meinte dagegen Ludwig Unterreiner und erinnerte an "Brauchtumsveranstaltungen", die dort zweimal im Jahr stattfinden würden. Auch Robert Judl hatte Bedenken: "Wenn wir das verkaufen, dann muss da leistbarer Wohnraum hin. Sonst stürzen sich die Architekten drauf und die Preisspirale in Freilassing dreht sich noch weiter nach oben." Mit einem Augenzwinkern merkte der ebenfalls skeptische Fritz Braun schließlich an: "Wenn da gebaut wird, soll aber davor untersucht werden, ob da nicht vielleicht eine besondere Unkenart lebt..." Man einigte sich schließlich darauf, im großen Bogen alle bebaubaren städtischen Grundstücke der Stadt zusammenstellen und künftig zur Diskussion zu stellen, ob und wie dort gebaut werden soll.

Größere Kindergärten

Ursprünglich sollte noch heuer eine Waldkindergruppe in Hofham gegründet werden, doch B20 und Fluglärm machten dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung: Der Kindergarten hätte sich in einer Lärmschutzzone befunden, auch Krankenhäuser oder Altenheime will die Stadt dort nicht sehen. Im Gegenzug werden nun die Bestehenden Kindergärten an der Waginger Straße und an der Schumannstraße erweitert - der erste um fünf, der zweite um 15 Plätze. In beiden Kindergärten seien noch ausreichende Kapazitäten vorhanden.

Überhaupt hat man es in Freilassing mit guten Geburtenzahlen und Zuzügen zu tun. Vier Teilzeit-Pädagoginnen will man daher in nächster Zeit anstellen, eine an der Waginger Straße, drei an der Schumannstraße. Auch für das kommende Kindergartenjahr stehen bereits 22 Kinder auf den Wartelisten.

Ausbau des Friedhofs

Auch am Friedhof soll aufgestockt werden, geplant sind Baumaßnahmen um insgesamt 635.000 Euro: Neue Urnen-Einzelgräber, ein Anonymenfeld, Urnenwände, ein neu gestalteter Eingangsbereich und neue Toiletten. Momentan seien nur noch sieben Urnengräber auf dem Friedhof frei, ein Anbau wäre also nötig, so Bürgermeister Flatscher.

Das Anonymenfeld soll dann durch Schriftplatten verziert werden, darauf die Begriffe Licht, Hoffnung, Traum, Zeit, Stille - "Die sind für alle Religionen gültig, denn man muss ja davon ausgehen, dass da nicht nur Christen liegen", so Architekt Helmut Mühlbacher. Mitte September soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, Ende Dezember will man fertig sein.

xe

Quelle: BGland24.de

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