Baumaßnahmen

Fortschritte beim Bau des "Dritten Gleises"

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Freilassing - Nach einigen Behinderungen geht der Bau des "Dritten Gleises" nun wieder planmäßig voran. Dabei geht nun der Bau der Brücke in die nächste Phase. Es kann Lärmbelastung entstehen:

Die Baustelle zum "Dritten Gleis" an der Reichenhaller Straße ist zwar eine Maßnahme der Deutschen Bahn, da sich im Straßenbaukörper der Stadt Freilassing aber unter anderem Versorgungsleitungen befinden, ist auch die Stadt Freilassing vertraglich mit beteiligt. Maria Enderle, Sachgebietsleiterin des städtischen Tiefbauamtes informierte sich deshalb bei einer Baustellenbegehung über den aktuellen Stand der Arbeiten.

Die sogenannten Spartenarbeiten, das sind Arbeiten an den Leitungen, die sich unterhalb der Geländeoberfläche beziehungsweise Fahrbahnoberkante befinden, sind vor Kurzem abgeschlossen worden. Somit sind die Leitungen für das Regenüberlaufbecken und für den provisorischen Kanal, die sich südlich des Bahndamms befinden, tiefer gelegt und wieder an den Bestand des städtischen Kanalnetzes im Norden angeschlossen worden. Beim Abgraben von Erdreich im Zuge dieser Arbeiten stellten die Bauarbeiter im Bereich der Bahnüberführung Ende Juli Öl-Geruch fest. Ein Gutachten bestätigte eine leichte Kontaminierung des Erdreichs woraufhin der Boden abgetragen und entsprechend entsorgt wurde, eine Gefahr für das Grundwasser hat es, wie kürzlich berichtet, nicht gegeben.

Aufgrund dieser Aushubarbeiten und den Untersuchungen des Erdreichs konnte nicht wie geplant an der Maßnahme weitergearbeitet werden. Um die ordnungsgemäße Entsorgungsmaßnahmen durchzuführen, haben sich auf der Baustelle freie Arbeitsräume ergeben. Die Bauleitung hat sich in Abstimmung mit der Stadt Freilassing entschlossen, in dieser Zeit andere wichtige Arbeiten vorzuziehen: Für den Endausbau der nahe gelegenen Georg-Wrede-Straße war eine Verlegung der ESB-Gasstation am westlichen Ende der Straße notwendig. Um diese Umsetzung realisieren zu können, war jedoch eine provisorische Gasleitung durch die Bahnüberführung und somit ein Eingriff in die dort bestehenden Bauarbeiten zum "Dritten Gleis" notwendig. "Damit diese provisorische Gasleitung installiert werden konnte, musste man auf eine kurze Zeitlücke während der Bauarbeiten warten, welche aber erst später erwartet wurde," so Maria Enderle, "die kurze Unterbrechung haben wir gut genutzt, die Gasleitung steht".

Die Bauarbeiten für das Brückenbauwerk selbst gehen nun planmäßig in die nächste Phase. Zuletzt wurden hierzu in Nachtsperrpausen die gleisnahen Spundwandverbauten für die Baugruben gerammt. In den nächsten Monaten werden jeweils auf der Nord- und der Südseite die ersten Teile des Brückenbauwerks hergestellt. In den Baugruben werden dabei zunächst die Unterbauten hergestellt und dann anschließend der Überbau des Rahmenbauwerks ergänzt. Im Frühjahr 2016 wird dann das Bestandsbauwerk abgebrochen und die beiden Bauwerksblöcke werden in ihre Endlage eingeschoben bevor im Anschluss daran noch die Ergänzung der Brücke für das neue Gleis errichtet wird. Ab September wird mit den Bauarbeiten an den Brückenbauwerken am Mühlbach, an der B20 und an der Saalach begonnen. Vollsperrungen für den Verkehr sind hierfür voraussichtlich nicht notwendig. Die Reichenhaller Straße unter der Bahnüberführung ist derzeit einspurig mit Ampelregelung befahrbar.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, kommt es in nächster Zeit zu lärm- und erschütterungsintensiven Bauarbeiten:

21. – 24. September 2015, jeweils zwischen 20 und 7 Uhr (P+R Parkplatz West) :Gleisstopfarbeiten und Herstellen des Spannungsausgleichs. Die Arbeiten sind ab dem 22.09. temperaturabhängig und müssen bei starker Hitze in die Nachtstunden verlegt werden

24. September – 13. Oktober 2015, in der Regel jeweils bis 0 Uhr (P+R Parkplatz West): Abendliche Arbeiten möglich, es wird eine Ausführung während der regulären Zeiten angestrebt

27. und 28. Oktober 2015, jeweils zwischen 22 und 7 Uhr (P+R Parkplatz Ost): Verschiedene Gleisarbeiten

Zum Schutz der Anwohner wurden die Baufirmen angewiesen, während der Nachtzeit nur die unbedingt erforderlichen Arbeiten durchzuführen und unnötigen Leerlauf von Baumaschinen zu vermeiden. Ein Immissionsschutzbeauftragter steht als Ansprechpartner für die Anwohner zur Verfügung unter der Telefonnummer 0170/3314113 oder per Mail an fachgutachter-freilassing@woelfel.de.

 Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Stadt Freilassing

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